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Gesuchte Fachkräfte: Ingenieure und Techniker
Foto: Igor Mojzes/Fotolia.com
Immer gesucht: Ingenieure & Techniker

Job-Angebot erreicht neues Jahreshoch

JU | karriere.de
Mit Beginn des zweiten Halbjahres haben sich die Stellenausschreibungen für Ingenieure und Techniker hervorragend entwickelt. Erstmals seit Oktober 2015 liegt das Angebot im gesamten Berufsfeld wieder über der Nachfrage. Trotzdem ist die Suche nach dem idealen Job in einigen Fällen nicht leichter geworden.
Seit Anfang des Jahres 2016 bewegt sich der deutsche Arbeitsmarkt konstant in eine Richtung: nach oben! Herausragende Zahlen weist die Fachrichtung Ingenieurwesen & Technik auf: Der Anstieg des Job-Angebots betrug im Berichtszeitraum 25,27 Prozent, die Bewerberzahlen brachen um 13,28 Prozent ein.

Zum Vergleich: Auch die Beschäftigungszahlen im Gesamtmarkt erreichen immer neue Höchststände, trotzdem suchen weiterhin viele Unternehmen qualifizierte und berufserfahrene Fachkräfte. Dementsprechend stieg das Job-Angebot von Januar bis Juli insgesamt um 20,28 Prozent, die Bewerbernachfragen sanken gleichzeitig um 2,54 Prozent.

Karriere.de hat für den Bereich Ingenieurwesen & Technik fünf ausgewählte Berufs-Segmente untersucht und bewertet.
 Jobangebote Ingenieurwesen         
Die Stellenangebote im Berufsfeld Ingenieure & Technik haben das im März von karriere.de gemessene Jahreshoch im Juli deutlich über-troffen – und erstmals seit Oktober 2015 liegt das Angebot über den Bewerberzahlen. Da die Nachfrage seit Juni deutlich abgenommen hat, bieten sich Ingenieuren und Technik-Profis nach wie vor gute bis sehr gute Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für das Berufsfeld Ingenieure & Technik aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt:
Lediglich Verfahrens- und Elektrotechniker mit durchwachsenen Job-Perspektiven


Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich mit Beginn des 2. Halbjahrs 2016 von seiner allerstärksten Seite, denn erstmals seit März 2016 lagen die Stellenausschreibungen wieder über den Bewerbernachfragen. Nach wie vor beste Job-Aussichten haben IT-Profis, HR-Experten, Marketing- und Gesundheits-Spezialisten sowie Juristen. Freuen können sich auch Ingenieure & Techniker, denn die Nachfrage ging teilweise überproportional zurück, was Bewerbern neue Chancen auf der Suche nach dem idealen Job eröffnet – aber nicht überall.

GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Wirtschaftsingenieure: + 47,85 Prozent
Verkaufsingenieur, Vertriebsingenieur, Sales Engineer

Bauingenieure: + 36,89 Prozent
Straßenbau, Versorgungstechnik, Hochbau/Tiefbau, Städtebau

Maschinenbau: + 31,27 Prozent
Kunststofftechnik, Anlagenbau, Fahrzeugtechnik, Mechatronik

Elektrotechnik: + 22,75 Prozent
Nachrichtentechnik, Energietechnik, Automatisierungstechnik

Verfahrenstechnik: + 17,55 Prozent
Lebensmitteltechnik, Chemieingenieur

Für Wirtschaftsingenieure erhöhte sich das Stellenangebot von 1.093 (Jan. 2016) auf 1.616 (Juli). Da die Nachfrage gleichzeitig nur um 4,79 Prozent stieg, eröffnet dies neue Chancen auf der Suche nach dem idealen Job. Allerdings liegt die Nachfrage im kleinsten Job-Segment immer noch über dem Angebot, ist seit Mai aber stark gefallen.

Die allerbesten Job-Chancen haben nach wie vor Bauingenieure. Die Stellenanzeigen klettern von 11.733 im Januar auf 16.061 im Juli. Da zudem die Zahl der Bewerber um 4,02 zurückging und das Angebot die Nachfrage sehr deutlich übersteigt, erhöhen sich selbst die Chancen von Berufsanfängern auf der Suche nach dem idealen Job.

Eine ähnliche Entwicklung ist im Bereich Maschinenbau zu beobachten. Waren im Januar nur 11.579 Stellen annonciert, stieg die Zahl bis Juli auf 15.200, die Bewerberzahl ermäßigte sich um 5,61 Prozent. Da die Nachfrage das Angebot übertrifft, bieten sich in diesem Segment jedoch lediglich gute bis sehr gute Job-Chancen.

Im größten Segment Elektrotechnik ist der Angebotszuwachs (Jan. 2016: 22.641 ausgeschriebene Jobs; Juli: 27.791) auch beträchtlich, doch der überproportionale Zuwachs der Bewerberzahlen von 13,08 Prozent schmälert die Chancen von Bewerbern, die Nachfrage liegt zudem immer noch über dem Angebot. Der Konkurrenzdruck bleibt hoch.

VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Kein Verlierer, denn selbst im Bereich Verfahrenstechnik legte das Job-Angebot zu (Jan.: 4.029 freie Stellen; Juli: 4.736), die Nachfrage schrumpfte um 2,92 Prozent. Doch Achtung! Der extreme Bewerberüberhang, der beinahe wieder den Jahreshöchstwert von Januar erreicht hat, führt zu heftigen Konkurrenzkämpfen auf der Suche nach dem idealen Job.

Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Über 65.000 Angebote in den untersuchten Segmenten für Ingenieure & Technik-Profis wurden allein im Juli 2016 in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative: JobAgent Ingenieur & Technik
Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.
Dieser Artikel ist erschienen am 15.09.2016

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