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Guter Jobmarkt
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Aussichtsreiche Berufsfelder

Hier geht's richtig ab

JU | karriere.de
Vom Boom am Stellenmarkt können alle Fachkräfte profitieren – vorausgesetzt, sie wissen, wie sie ihre Möglichkeiten nutzen können. Hier sind die 18 wichtigsten Berufsfelder inklusive Bewertung der aktuellen Karriere-Chancen.
Die Bullen sind los am deutschen Arbeitsmarkt: Von Januar bis Juni 2016 stieg die Zahl der angebotenen Stellen um 12,31 Prozent, während die Bewerberzahlen lediglich um 3,16 Prozent zunahmen. Karriere.de hat die 18 wichtigsten Berufsfelder unter die Lupe genommen: Allein in neun Bereichen wurde das Angebots-Wachstum des Gesamtmarktes mehr oder weniger deutlich übertroffen. Nicht ganz so stark präsentierten sich die übrigen Bereiche. Aber es gibt auch einen Verlierer: Im Handwerk ging das Job-Angebot sogar um über zehn Prozent zurück.
Jobtrends_Gesundheitsbranche          Das Job-Angebot im Bereich Gesundheit weist für das erste Halbjahr 2016 die höchste Zuwachsrate unter den 18 von karriere.de untersuchten Berufsfeldern auf. Da gleichzeitig die Bewerberzahlen seit Januar stark angestiegen sind und die Nachfrage das Angebot übertrifft, gestaltet sich die Suche nach dem idealen Job oft schwierig.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für den gesamten Arbeitsmarkt aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt:
Zugewinne im Job-Angebot sind nicht gleichbedeutend mit besseren Chancen für Job-Suchende


Auch zur Mitte des Jahres 2016 sind noch immer sehr viele Stellen für gut ausgebildete und berufserfahrende Fachkräfte unbesetzt. Warum sonst suchen Unternehmen weiterhin händeringend nach neuen Arbeitskräften?

Allerdings steigen die Chancen von potenziellen Bewerbern auf der Suche nach dem idealen Job nicht entsprechend der Zunahme des Angebotes. Denn wenn gleichzeitig die Bewerberzahlen noch höher ansteigen und die Nachfrage das Angebot übertrifft, macht dies die Suche deutlich schwieriger. Das karriere.de-Ranking zeigt Ihnen deshalb nicht nur die prozentuale Zunahme des Job-Angebots, sondern auch die der Bewerbernachfragen und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage.

GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

1. Gesundheit: + 25,23 Prozent
Altenpfleger, Pflegedienstleiter, Arbeits- und Betriebsmediziner

(Bewerbernachfrage: + 27,34 Prozent: Nachfrage höher als Job-Angebot).

>>> Die Jobsuche bleibt schwierig.

2. Bauwesen & Immobilien: + 22,76 Prozent
Bauingenieur, Immobilienkaufmann, Hochbau/Tiefbau, Straßenbau

(Bewerbernachfrage: + 23,39 Prozent: Job-Angebot höher als die Nachfrage).

>>> Es eröffnen sich neue Jobchancen.

3. Jura: + 19,93 Prozent
Bau- und Kapitalmarktrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht

(Bewerber: – 5,58 Prozent; Job-Angebot höher als Nachfrage). 

>>> Allerbeste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

4. Transport, Logistik & Warenwirtschaft: + 19,74 Prozent
Einkäufer, Disponent, Kraftfahrer

(Bewerbernachfrage: + 7,44 Prozent: Job-Angebot höher als Nachfrage).

>>> Gute bis sehr gute Aussichten auf der Suche nach dem idealen Job.

5. Banking & Finance: + 18,31 Prozent
Real Estate, Versicherungen, Buchhaltung

(Bewerbernachfrage: + 15,65 Prozent: Nachfrage höher als Job-Angebot). 

>>> Die Jobsuche bleibt schwierig bis sehr schwierig.

6. Office: + 17,9 Prozent
Bürokaufleute, Notariatsfachangestellter, Bilanzbuchhalter

(Bewerbernachfrage: + 1,13 Prozent: Job-Angebot höher als Nachfrage).

>>> Sehr gute bis beste Chancen bei der Jobsuche.

7. Ingenieure und Technik: + 16,83 Prozent
Nachrichtentechnik, Maschinenbau

(Bewerbernachfrage: – 0,05 Prozent: Nachfrage ist höher als Job-Angebot).

>>> Weiterhin Karrierechancen für erfahrene Fachkräfte.

8. Medien: + 13,04 Prozent
Marketing-Manager, Redakteur, Fachredakteur, Bildredakteur

(Bewerbernachfrage: + 8,46 Prozent: Job-Angebot höher als Nachfrage). 

>>> Gute bis sehr gute Job-Chancen.

9. IT & Telekommunikation: + 12,86 Prozent
Software-Entwickler, Fachinformatiker, IT-Sicherheitsmanager

(Bewerbernachfrage: + 13,94 Prozent: Job-Angebot höher als Nachfrage).

>>> Immer noch gute bis sehr gute Job-Aussichten.

10. Marketing: + 11,93 Prozent
Marketing Manager, Produktmanager, Marketing Assistent

(Bewerbernachfrage: – 6,22 Prozent: Job-Angebot höher als Nachfrage).

>>> Allerbeste Aussichten bei der Suche nach dem idealen Job.

11. Personalwesen: + 11,33 Prozent
Talentmanagement, Nachwuchsförderung, Teamleiter

(Bewerbernachfrage: – 3,89 Prozent: Job-Angebot höher als Nachfrage). 

>>> Allerbeste Aussichten bei der Suche nach dem idealen Job.

12. Management & Leitung: + 10,36 Prozent
Abteilungsleiter, Bereichsleiter, Business Analyst

(Bewerbernachfrage: – 3,26 Prozent: Nachfrage höher als Job-Angebot).

>>> Berufserfahrene Bewerber haben durchaus Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

13. Consulting: + 9,59 Prozent
Berater, Consultant, Business Consultant, HR Consultant

(Bewerbernachfrage: – 5,65 Prozent: Nachfrage höher als Job-Angebot).

>>> Berufserfahrene Bewerber haben durchaus Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

14. Wissenschaft & Forschung: + 8,02 Prozent
Projektleiter, Doktorand, Naturwissenschaftler

(Bewerbernachfrage: + 6,40 Prozent: Nachfrage höher Job-Angebot).

>>> Berufserfahrene Bewerber haben vereinzelt neue Job-Chancen.

15. Gastronomie & Tourismus: + 3,98 Prozent
Serviceleiter, Catering, Koch, Servicemitarbeiter

(Bewerbernachfrage: + 26,93 Prozent: Job-Angebot höher als Nachfrage).

>>> Immer noch gute bis sehr gute Job-Chancen für berufserfahrene Bewerber.

16. Vertrieb: + 3,57 Prozent
Sales Assistent, Head of Sales, Account Manager, Sales Manager

(Bewerbernachfrage: – 10,27 Prozent: Job-Angebot höher als Nachfrage).

>>> Allerbeste Aussichten bei der Suche nach dem idealen Job.

17. Bildung und Sozialberufe: + 2,64 Prozent
Trainer, Lehrer, Erzieher

(Bewerbernachfrage: + 46,53 Prozent: Nachfrage höher als Job-Angebot).

>>> Die Jobsuche bleibt schwierig bis sehr schwierig.


VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

18. Handwerk: – 10,30 Prozent
Mechatroniker, Elektriker, Maler, Betriebsschlosser

(Bewerbernachfrage: + 37,68 Prozent; Nachfrage höher als Jobangebot).

>>> Die Jobsuche ist sehr viel schwieriger geworden.

Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Im Schnitt wurden im Juni täglich über 163.000 Job-Angebote in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job. 

Die Alternative:
Die karriere.de-JobAgenten


Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.08.2016

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