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Banker finden mit den Jobagenten leichter einen guten Job
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Marktreport Banking & Finance 2016

Haben Finanz-Profis überhaupt noch Job-Chancen?

JU | karriere.de
Von einer Bankenkrise in die nächste! Der von Großbritannien verkündete Brexit wird sich auch auf den hart umkämpften Job-Markt für Finanz-Experten auswirken, der zudem an den hohen Bewerberzahlen leidet. Nie war es schwerer, in diesem Bereich den idealen Job zu finden.
Trotz florierender Wirtschaft und sehr positiven Zahlen am deutschen Arbeitsmarkt – die Jobsuche für Banking-&-Finance-Spezialisten wird zu einer immer größeren Herausforderung! Zwar stieg die Zahl der Stellenangebote seit Januar 2016 um überdurchschnittliche 20,86 Prozent (gesamter Arbeitsmarkt: + 15,44 Prozent), doch gleichzeitig zogen die Bewerberzahlen noch deutlicher um 31,75 Prozent an.

Da in nahezu allen Bereichen die Nachfrage das Angebot sehr deutlich übersteigt, macht dies die Suche nach dem idealen Job noch schwieriger.
Trend Banker-Jobs1          Buchhalter sind gefragt! Die Stellenangebote für Buchhalter liegen 2016 weiter auf hohem Niveau und nah an dem von karriere.de gemessenen Höchststand von 2015. Da das Angebot die Nachfrage deutlich übertrifft, haben Buchhalter als eines der wenigen Segmente im Job-Markt Banking & Finance gute Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für das Berufsfeld Banking & Finance aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt:
Lediglich Buchhalter und Finanzberater haben positivere Aussichten am Arbeitsmarkt


Der deutsche Arbeitsmarkt überzeugt seit Monaten mit sehr positiven Zahlen, nie waren die Aussichten von qualifizierten und berufserfahrenen Fachkräften größer. So suchen Unternehmen verstärkt Personaler, ebenso sind Vertriebs- und Medienprofis, Office-Experten und IT-Spezialisten gefragt. Zwar verzeichnen fast alle Segmente im Berufsfeld Banking & Finance deutliche Angebotssteigerungen, das hohe Plus bedeutet jedoch nicht zwingend eine hervorragende Ausgangsposition für die Bewerbung. Denn die Konkurrenz schläft nicht und die teilweise überproportional hohen Bewerberzahlen verschärfen den Wettbewerb um den idealen Job jetzt enorm.

GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zum Januar 2016)

Privatkundenbetreuer: + 65,12 Prozent
Cash Management, Kontoführung, Kundenberater

Real Estate: + 52,33 Prozent
Baufinanzierung, Immobilienmanager, Immobilienfonds

Buchhaltung: + 39,20 Prozent
Fondsbuchhalter, Bilanzbuchhalter, Kontokorrentbuchhalter

Leitungsfunktionen: + 21,39 Prozent
Direktor Finanzen, Leiter Finanzen, Head of Finance

Versicherungen: + 18,75 Prozent
Schadenssachbearbeiter, Kundenbetreuer, Generalagent

Risk Management: + 17,83 Prozent
Risk-Manager

Controlling: + 15,71 Prozent
Controller, Financial Analyst, Wirtschaftsprüfer

Asset-Management: + 11,28 Prozent
Vermögensberater, Asset Optimizer, Derivate

Die zweistelligen Zuwachsraten im Job-Angebot seit Januar 2016 sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da die Bewerberzahlen noch deutlicher wuchsen. So etwa in dem winzigen Marktsegment Privatkundenbetreuung (Januar 2016: 132 Jobangebote; Mai 2016: 217), hier stiegen die Bewerbernachfragen um satte 126,47 Prozent.

Große Bewerberzahlen-Anstiege sind in den Bereichen Real Estate (+ 65,15 Prozent), Leitungsfunktionen (+ 29,21 Prozent), Versicherungen (+ 52,42 Prozent) und Controlling (+ 38,12 Prozent) zu beobachten. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage wird in diesen Bereichen immer größer, was die Suche nach dem idealen Job ebenfalls erschwert.

Lediglich Buchhalter können sich freuen, denn in diesem Segment stieg die Zahl der ausgeschriebenen Jobs von 4.560 (Jan. 2016) auf 6.348 (Mai 2016). Da das Angebot die Nachfrage deutlich übertrifft, haben berufserfahrene Bewerber gute Job-Chancen.

VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zum Januar 2016)

Finanzierung: – 35,88 Prozent
Finanzierungsberater, Firmenkundenkredit, Verbundgeschäft

Firmenkundenbetreuer: – 24,56 Prozent
Unternehmensfinanzierung, Mergers Acquisitions

Beide Verlierer müssen einerseits hohe Verluste hinnehmen, anderseits profitieren sie von dem noch deutlicheren Rückgang der Bewerberzahlen. Im Bereich der Finanzierung schrumpfte die Zahl der Stellenangebote von 401 (Jan. 2016) auf 256 (Mai 2016), doch der leichte Angebotsüberhang und die um 52,65 Prozent gesunkene Nachfrage eröffnen Spezialisten neue Job-Chancen.

Die Stellenangebote im Segment Firmenkundenbetreuung gingen von 694 (Jan. 2016) auf 526 (Mai 2016) zurück, gleichzeitig sanken die Bewerbernachfragen aber um 46,55 Prozent, auch in diesem Bereich können sich möglicherweise Job-Chancen ergeben.

Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Etwa 2.800 Angebote für Banking- und Finance-Experten werden täglich in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörden und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative:
JobAgent Banking & Finance

Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.07.2016

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