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Berufserfahrene Experten haben beste bis allerbeste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.
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Trotz Nachfrage-Überhang in einzelnen Segmenten

Gute Karten für Technik-Experten

JU | karriere.de
Privatwirtschaft und Behörden suchten mit Beginn des 4. Quartals wieder stärker nach Ingenieuren und Technikern. Dafür sorgen etwa der ungebrochene Bauboom oder die vom Staat geförderte energetische Gebäudesanierung. Karriere.de hat fünf Berufssegmente genauer untersucht
Ingenieure und Techniker tragen mit ihren Innovationen in großem Maße zum volkswirtschaftlichen Wachstum bei und fördern den Strukturwandel hin zu einer wissens- und technikintensiven Gesellschaft. Kein Wunder also, dass sie auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. So stieg die Zahl der Stellenanzeigen seit Januar um 22,76 Prozent zwar nicht so stark wie am Gesamtmarkt (+ 26,76 Prozent), doch die rückläufigen Bewerberzahlen (– 16,87 Prozent gegenüber Januar; Gesamtmarkt: – 2,78 Prozent) bieten erfahrenen Experten im Berufsfeld Ingenieure & Technik beste bis allerbeste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.
Grafik Ingenieure          Mit Beginn des 4. Quartals nahm die Zahl der Stellenangebote für Ingenieure & Techniker nach einem Zwischentief im September wieder zu. Das von karriere.de gemessen Jahreshoch im Juli wurde allerdings nicht erreicht.

Gleichzeitig hat sich die Nachfrage gegenüber dem Jahrestief im September nur leicht erhöht. So haben berufserfahrene Experten beste bis allerbeste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für Ingenieure & Techniker aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt
Das Job-Angebot wächst wieder – aber auch der Konkurrenzdruck nimmt zu


Der deutsche Arbeitsmarkt präsentierte sich mit Beginn des 4. Quartals im Höhenrausch, unglaubliche 5.616.554 offene Stellen wurden gezählt, in vielen Berufsfeldern wie etwa Wissenschaft & Forschung, Gesundheit oder Medien wird händeringend nach qualifizierten Kandidaten gesucht. Das Berufsfeld Ingenieure & Technik macht da keine Ausnahme. Der Jahreshöchstwert (Juli: 1.115.674 freie Stellen) wurde zwar nicht erreicht, aber es geht wieder aufwärts. In vier der fünf untersuchten Berufssegmente liegt die Nachfrage allerdings über dem Angebot, was zu steigendem Konkurrenzdruck führt.


GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)


Wirtschaftsingenieure: + 100,82 Prozent
Vertriebsingenieur, Sales Engineer, Verkaufsingenieur

Bauingenieure: + 42,73 Prozent
Versorgungstechnik, Hochbau/Tiefbau, Städtebau, Straßenbau

Elektrotechnik: + 37,83 Prozent
Nachrichtentechnik, Energietechnik, Automatisierungstechnik

Maschinenbau: + 15,74 Prozent
Anlagenbau, Mechatronik, Kunststofftechnik, Fahrzeugtechnik

Besonders gefragt sind Wirtschaftsingenieure, die annoncierten Stellen haben sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt (Jan.: 1.093; Okt.: 2.195). Dies ist allerdings noch keine Garantie für einen Top-Job, denn auch die Bewerberzahlen legten deutlich zu (+ 42,90 Prozent). Obwohl die Nachfrage das Job-Angebot seit September übertrifft, haben Experten gute Chancen auf der Suche nach dem idealen Job, auch Berufsanfänger haben durchaus Karriere-Perspektiven.

Der eigentliche Gewinner ist das Segment Bauingenieure. Waren im Januar 11.733 Stellen ausgeschrieben, wurde im Oktober mit 16.747 Job-Angeboten ein neues Allzeithoch erreicht. Der Angebots-Überhang sorgt trotz anziehender Nachfrage (+ 23,11 Prozent) für sehr gute bis beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

Im größten analysierten Bereich Elektrotechnik zog die Zahl der vakanten Stellen von 22.641 (Jan.) auf 31.207 (Okt.) an. Das ist der zweithöchste je von karriere.de gemessene Wert, nur im Oktober 2014 (31.744) war er höher. Die Bewerberzahlen stiegen um 26,34 Prozent, so dass sich bei dem zu verzeichnenden Nachfrage-Überschuss lediglich für gut ausgebildete und berufserfahrene Bewerber gute bis sehr gute Job-Chancen ergeben dürften.

Das Segment Maschinenbau weist weiterhin eine positive Entwicklung auf (Jan.: 11.579 Stellenangebote, Okt.: 13.402), doch seit dem Jahreshöchstwert im August (15.219) hat eine Abwärtsentwicklung eingesetzt. Positiv wirkt sich der Bewerberrückgang um 11,94 Prozent aus, so dass Maschinenbau-Experten trotz Nachfrage-Überhang immer noch gute Karriere-Möglichkeiten haben.


VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)


Verfahrenstechnik: – 4,24 Prozent
Lebensmitteltechnik, Chemieingenieur

Weiterhin auf Talfahrt ist die Zahl der freien Stellen für Verfahrenstechniker. Waren im Januar noch 4.029 Stellen inseriert, sank der Wert zu Beginn des 4. Quartals auf nur noch 3.858. Lediglich der Bewerberrückgang von 45,22 Prozent sorgt bei immer noch starkem Nachfrage-Überschuss für einen Hoffnungsschimmer, denn der Konkurrenzdruck wird größer.

Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. 1.093.161 Angebote im Berufsfeld Ingenieure & Technik wurden im Oktober 2016 in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative: JobAgent Ingenieur & Technik
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Dieser Artikel ist erschienen am 28.11.2016

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