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Der Stellenmarkt für Rechtsexperten zeigt sich aktuell von seiner stärksten Seite.
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Job-Markt Jura

Günstige Gelegenheit nutzen

JU | karriere.de
Der Stellenmarkt für Rechtsexperten zeigt sich aktuell von seiner stärksten Seite. In diesem Jahr war das Job-Angebot noch nie besser, doch auch die Nachfrage zog weiter an. So sind die Chancen und Risiken von Bewerbern in den fünf von karriere.de untersuchten juristischen Berufssegmenten sehr unterschiedlich.
Die Bullen sind los im Berufsfeld Jura, 47.342 offene Stellen wurden im November gezählt, ein zuvor nie erreichter Wert. Der bisherige Rekordwert von Juli (47.160 Job-Annoncen) wurde damit nur leicht übertroffen, doch die Steigerung seit Januar (+ 28,07 Prozent) ist höher als die des gesamten Job-Markts (+ 24,33 Prozent). So haben Bewerber bei weiterhin bestehendem Angebots-Überschuss sehr gute bis beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job. Allerdings sorgt das Nachfrage-Plus von 6,6 Prozent gegenüber Januar (Anstieg seit Tiefststand im September: + 32,78 Prozent) für zunehmenden Konkurrenzdruck unter wechselwilligen Fachkräften.
Grafik Jura          Aufwärtstrend ohne Ende? Das Job-Angebot im Berufsfeld Jura erreichte im November einen zuvor nie gemessenen Höchststand.

Allerdings stiegen auch die Bewerberzahlen seit dem Jahrestiefstwert im September deutlich. Dank des Angebots-Überschusses haben berufserfahrene Jura-Spezialisten aber sehr gute bis beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für Rechts-Experten aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt
Unterschiedliche Entwicklung in den untersuchten Jura-Berufsbereichen


Nach dem Rekord-Monat Oktober präsentierte sich der Gesamtmarkt im November sehr fest. In elf der 18 analysierten Berufsfelder übertraf das Wachstum der Stellenangebote die des gesamten Arbeitsmarktes, kein einziges musste einen Angebotsverlust hinnehmen. Noch besser lief es im Berichtszeitraum für wechselwillige Jura-Experten, die auf das höchste Job-Angebot aller Zeiten zurückgreifen können. Doch Vorsicht ist geboten, die Entwicklung in den fünf von karriere.de untersuchten Berufssegmenten verlief sehr unterschiedlich, besonders Arbeitsrechtler müssen sich auf hohen Konkurrenzdruck gefasst machen.


GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)


Arbeitsrecht: + 84,05 Prozent
Bank- und Kapitalmarktrecht: + 61,28 Prozent
Handels- und Gesellschaftsrecht: + 58,61 Prozent
Steuerrecht: + 35,48 Prozent


Schwere Zeiten für Bewerber im größten Bereich Arbeitsrecht. Das bisherige Jahreshoch von Oktober (2.463 Annoncen; Jan.: 1.392) wurde zwar mit 2.562 ausgeschriebenen Stellen übertroffen, doch die um 160,68 Prozent explosionsartig gestiegene Nachfrage führt zu einem riesigen Bewerber-Überschuss. Selbst gut ausgebildete und berufserfahrene Experten sind damit einem knallharten Konkurrenzkampf ausgesetzt.

Nach 545 Stellenangeboten (Jan.) wurden im Segment Bank- und Kapitalmarktrecht im November 879 Annoncen gezählt. Der Jahresbestwert von Juli (1032) blieb damit zwar in weiter Ferne, doch der Angebots-Überhang bei leicht erhöhter Nachfrage (+ 2,31 Prozent) bietet Experten sehr gute bis beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

Markierten im Oktober 1.769 Job-Angebote (Jan.: 1.063) im Bereich Handels- und Gesellschaftsrechts ein zuvor nie gemessenes Hoch, sank die Zahl der vakanten Arbeitsplätze im November auf immer noch starke 1.686 Jobs. Die um 9,32 Prozent ermäßigten Bewerberzahlen und der riesige Angebots-Überschuss sorgen dafür, dass sich qualifizierte Bewerber ihre neue Stelle quasi aussuchen können. Selbst Berufseinsteiger haben gute bis sehr gute Job-Chancen.

Für Steuerrechts-Experten hat sich die Lage am Job-Markt entspannt, der Konkurrenzdruck nimmt ab. Nach dem Allzeithoch von Oktober (1.206 Stellen; Jan.: 744) wurde im November mit 1.008 vakanten Stellen der zweithöchste jemals gemessene Wert erzielt. So haben Fachkräfte durch den überproportionalen Nachfrage-Verlust von 36,06 Prozent (bei knappem Bewerber-Überschuss) wieder bessere Karriere-Chancen.


VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)


Versicherungsrecht: – 33,23 Prozent

Waren im Januar noch 310 Stellen gemeldet, ermäßigte sich die Zahl auf 207 im November. Gegenüber dem Jahreshoch von März (417 Stellen) ist dies sogar ein Verlust von 50,36 Prozent. Dennoch haben Versicherungsrechts-Profis neue Chancen auf der Suche nach dem idealen Job, denn das Angebot ist wieder größer als die Nachfrage, die um 49,02 Prozent einbrach.

Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Über 6.300 Angebote in den fünf untersuchten juristischen Berufssegmenten wurden im November 2016 in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative: JobAgent Jura
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Dieser Artikel ist erschienen am 19.12.2016

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