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Einzelne Berufssegmente im Bereich Sales leiden unter dem großen Bewerber-Überschuss.
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Job-Markt Sales

Gemischte Aussichten für Vertriebler

JU | karriere.de
Die Zahl der Stellenausschreibungen für Sales-Profis erreichte im Dezember 2016 den zweithöchsten jemals von karriere.de gemessenen Wert. Dank des Nachfrage-Rückgangs haben Fachkräfte erneut sehr gute bis beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job. Einzelne Berufssegmente leiden jedoch unter dem großen Bewerber-Überschuss.
Vertriebs-Experten können wieder entspannter auf Jobsuche gehen, die Schere zwischen Angebot und Nachfrage ist zum Ende des Jahres 2016 größer geworden. Zwar konnte das Berufsfeld Vertrieb mit einem Anstieg von 15,02 Prozent seit Januar 2016 nicht mit den Rekordwerten am gesamten Arbeitsmarkt (+ 30,36 Prozent) mithalten, doch der Bewerber-Rückgang um 11,38 Prozent (gesamter Arbeitsmarkt: – 1,03 Prozent) und der zweithöchste jemals gemessene Angebots-Wert (555.845 offene Stellen, Allzeit-Hoch im März: 658.808) bieten Fachkräften sehr gute bis beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.
Grafik Vertrieb          Nach dem Allzeit-Hoch im März ging das Job-Angebot für Vertriebs-Spezialisten bis zum Jahrestief im September zurück. Seitdem setzte ein Aufwärtstrend ein, im Dezember wurde der zweithöchste jemals gemessene Wert registriert.

Die Nachfrage hingegen ermäßigte sich seit dem Zwischenhoch im November, die Schere zwischen Angebot und Nachfrage ist größer geworden. So haben Experten sehr gute bis beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für Vertriebs-Profis aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt
Job-Markt für Sales-Spezialisten präsentiert sich uneinheitlich


Die Wirtschaft wächst, die Zahl der Beschäftigten erreicht laufend neue Höchstmarken und das Job-Angebot am gesamten Arbeitsmarkt stieg im Dezember 2016 auf den Rekordwert von 5.775.668 Stellenanzeigen. Beste Voraussetzungen für gut ausgebildete und berufserfahrene Fachkräfte auf Arbeitsplatzsuche. So auch für Experten im Berufsfeld Vertrieb, die Entwicklung in den fünf von karriere.de untersuchten Sales-Bereichen fiel jedoch uneinheitlich aus. So leiden drei Segmente unter dem zum Teil hohen Bewerber-Überschuss, während sich Vertriebsassistenten ihre neuen Jobs beinahe aussuchen können. Und gegen den Trend setzte das Segment Key Account Management seine Rekordjagd fort!


GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)


Vertriebsleitung: + 45,41 Prozent
Head of Sales, Director of Sales, Gebietsleiter Vertrieb

Sales Management: + 39,21 Prozent
Verkaufsfachberater, Sales Manager, Sales Consultant

Vertriebsingenieur: + 32,42 Prozent
Technical Sales Manager, Sales Engineer

Vertriebsassistenz: + 27,60 Prozent
Vertriebs-Fachberater, Sales Assistent

Key Account Management: + 19,03 Prozent
Kundenbetreuer, Account Manager

Das Job-Angebot im Bereich Vertriebsleitung wuchs von 4.195 Stellenanzeigen (Jan. 2016) auf 6.100 (Dez. 2016). Der deutliche Bewerber-Überhang, die Nachfrage stieg im Berichtszeitraum um 18,01 Prozent, sorgt allerdings für Konkurrenzdruck unter wechselwilligen Fachkräften. Berufserfahrene Bewerber haben dennoch gute Chancen auf der Suche nach dem Traumjob.

Spezialisten im Segment Sales Management profitieren weiterhin von dem – zuletzt knapper werdenden – Angebots-Überschuss, denn die Bewerberzahlen stiegen um überproportionale 68,05 Prozent. Das Allzeit-Hoch im Job-Angebot (Okt. 2016: 2.131 Annoncen) wurde nicht mehr erreicht, doch 2.084 Stellenanzeigen (Jan.: 1.497) bieten Spezialisten immer noch beste Karriere-Chancen.

Etwas entspannt hat sich der Job-Markt für Vertriebsingenieure. Die Zahl der vakanten Arbeitsplätze erhöhte sich auf 11.852 (Jan.: 8.950), der zweithöchste Wert nach März 2016 (12.539). Die Nachfrage, die sich um 3,67 Prozent ermäßigte, ist immer noch größer als das Angebot, doch Experten eröffnen sich bei leicht nachlassendem Konkurrenzdruck neue Job-Perspektiven.

Beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job haben Bewerber im Bereich Vertriebsassistenz! Die Bestmarke von März 2016 (8.018 Stellenangebote) wurde nicht erreicht, aber 7.525 Annoncen (Jan. 2016: 5.899) sind ein grundsolider Wert. Da gleichzeitig die Nachfrage um 33,07 Prozent auf den niedrigsten jemals von karriere.de gemessenen Stand zurückging, haben bei dem extremen Angebots-Überschuss selbst Berufsanfänger gute bis sehr gute Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Ein Allzeit-Hoch wurde im Dezember im Segment Key Account Management registriert! Mit 52.526 ausgeschriebenen Stellen (Jan. 2016: 44.128) wurde der erst im November aufgestellte bisherige Höchstwert (51.561) getoppt. Beeinträchtigt wird die Jobsuche aber durch den deutlichen Nachfrage-Überhang (Bewerber: + 10,62 Prozent). So haben lediglich berufserfahrende Kandidaten gute Job-Chancen.


VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zu Januar 2016)

Keine Verlierer!


Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Rund 18.225 Angebote im gesamten Berufsfeld Vertrieb wurden im Dezember 2016 täglich in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative: JobAgent Vertrieb
Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.01.2017

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