Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Digitalisierung potenziert Jobchancen
Foto: joebakal / Fotolia.com
ITler branchenübergreifend gefragt

Digitalisierung potenziert Jobchancen

JU | karriere.de
Der boomende Stellenmarkt für IT- und Telekommunikations-Experten macht gerade eine kleine Verschnaufpause – allerdings auf höchstem Niveau. Da seit Oktober die Bewerberzahlen deutlich fallen, ergeben sich in allen von karriere.de untersuchten Berufssegmenten neue Aufstiegs-Möglichkeiten.
Die Digitalisierung unseres Alltags, von der Gesellschaft und Wirtschaft über die Kultur bis hin zur Politik hat sich in diesem Jahr als brummender Job-Motor für IT-Spezialisten erwiesen. Im gesamten Jahresverlauf übertraf das Job-Angebot die Nachfrage, im Berufsfeld IT war der Angebotssprung mit 36,52 Prozent noch deutlicher als am gesamten Arbeitsmarkt (+ 24,33 Prozent). Berichtete karriere.de in der Oktober-Analyse noch von steigendem Konkurrenzdruck unter wechselwilligen IT-Profis, hat sich die Lage im November merklich entspannt. Die Bewerberzahlen stiegen gegenüber dem Jahrestief von Januar zwar um 16,6 Prozent, doch seit dem Jahreshoch im Oktober gingen sie um 13,75 Prozent zurück. So haben Fachkräfte im Berufsfeld IT & Telekommunikation wieder ausgezeichnete Job-Chancen!
Grafik IT          Nach dem Allzeit-Hoch von Oktober erreichte das Job-Angebot im Berufsfeld IT & Telekommunikation im November den zweithöchsten je von karriere.de gemessenen Wert.

Zwar sind die Bewerberzahlen seit Januar ebenfalls deutlich gestiegen, doch nach dem Jahreshöchststand von Oktober fielen sie um 13,75 Prozent. So haben Fachkräfte beste bis allerbeste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

So werden die Daten erhoben:
Karriere.de sammelt täglich die Stellenangebote für IT-Profis aus allen relevanten Zeitungen und Stellenbörsen. Jedes einzelne Angebot wird nach Berufsbereich, Qualifikation und Ort sortiert. Nachdem alle Doppler herausgefiltert wurden, ermittelt karriere.de einen Gesamtwert. Nicht berücksichtigt sind dabei die Angebote, die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wurden. Grafik: karriere.de
Der Blick auf den Gesamtmarkt
Ende des Booms am Job-Markt IT & Telekommunikation nicht in Sicht


Durch die Digitalisierung sind bereits sehr viele neue Berufsbilder entstanden, andere, die wir heute noch gar nicht erahnen können, werden in Zukunft entstehen. Da die Digitalisierung die komplette Arbeitswelt betrifft, werden gut ausgebildete und berufserfahrene Experten besonders stark gesucht – und ein Ende des Job-Booms ist nicht in Sicht! So fehlen Unternehmen aus allen Wirtschaftszweigen schon heute dringend benötigte Spezialisten. Karriere.de hat die Chancen und Risiken in fünf IT-Berufs-Segmenten analysiert.


GEWINNER (Stellenangebote im Vergleich zum Januar 2016)


Security: + 59,07 Prozent
Security-Administrator, IT-Sicherheitsmanager, IT-Security-Engineer

Consulting: + 25,39 Prozent
Projektmanager, Inhouse-Berater, IT-Berater

Administration: + 22,30 Prozent
Netzwerk- und Systemadministratoren, IT-Systemkaufleute

Software: + 18,49 Prozent
Entwickler, Datenarchitekten, Fachinformatiker

Hardware: + 5,26 Prozent
System-Engineer, Informationselektroniker, Entwickler

Das Segment Security ist wieder der größte Gewinner! Nach 10.034 vakanten Stellen im Januar und zuvor nie gemessenen 15.656 freien Jobs im Oktober wurde im November mit 15.961 Stellenannoncen ein neues Allzeit-Hoch erzielt. Zwar beträgt der Nachfrage-Anstieg seit Januar immer noch satte 64,11 Prozent, doch im November lag das Angebot erstmals seit Juni wieder über den Bewerberzahlen – bedingt durch den Nachfragerückgang von 26,91 Prozent seit Oktober. Folge: der Konkurrenzdruck sinkt deutlich, Security-Experten haben wieder gute bis sehr gute Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

Weiterhin im Aufwärtstrend befindet sich der Bereich Consulting. Die Zahl der angebotenen Jobs erhöhte sich von 2.757 (Jan.) auf 3.457 (Nov.; Okt.: 3.163), die Nachfrage fiel gegenüber Januar um 27,6 Prozent, seit dem Jahreshoch im Oktober sogar um 45,71 Prozent. Der nur noch geringfügige Bewerber-Überschuss bietet gut ausgebildeten und berufserfahrenen Fachkräften gute Karriere-Möglichkeiten.

Erneut verbessert präsentiert sich das Segment Administration. Waren im Januar 19.971 Stellen annonciert, stieg die Zahl im November auf 24.424 (Okt.: 23.832). Trotz der um 31,08 Prozent höheren Nachfrage seit Januar haben Bewerber aufgrund des extremen Angebots-Überhangs beste bis allerbeste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.

Das Job-Angebot für Software-Spezialisten ist immer noch riesig, doch das Wachstum vermindert sich. Im Januar waren 74.065 Stellen ausgeschrieben, im August wurde ein Allzeithoch (90.044) erreicht, nach 89.301 Arbeitsangeboten im Oktober zählte karriere.de im November noch 87.763 vakante Posten. Bei nahezu unveränderter Nachfrage gegenüber Januar (+ 1,85 Prozent) bietet der immer noch starke Angebots-Überschuss beste bis allerbeste Job-Chancen.

Der Arbeitsmarkt für Hardware-Profis schnitt im Berichtszeitraum am schlechtesten ab. Zwar ist gegenüber Januar (7.717 Stellen) immer noch ein Zuwachs feststellbar (Nov.: 8.122), die Oktoberzahlen (8.716) blieben aber unerreicht. Da sich jedoch seit Januar die Bewerberzahlen mehr als halbiert haben (– 57,19 Prozent) und das Job-Angebot deutlich über der Nachfrage liegt, haben Bewerber sehr gute bis beste Chancen auf der Suche nach dem idealen Job.


VERLIERER (Stellenangebote im Vergleich zum Januar 2016)


Keine Verlierer.


Professionelle Unterstützung für Jobsuche nötig

Der Markt der Stellenbörsen wird von Jahr zu Jahr unübersichtlicher und ist für den Einzelnen kaum noch zu durchschauen. Über 774.000 Angebote im Berufsfeld IT & Telekommunikation wurden im November 2016 in Zeitungen, Fachmagazinen, Stellenbörsen und Fachportalen geschaltet. Ohne professionelle Tools wird die Jobsuche schnell zu einem Fulltime-Job.

Die Alternative: JobAgent für IT-Profis
Einen umfassenden Stellenmarktreport können Sie jetzt auch kostenlos für Ihr individuelles Suchprofil nutzen: Eine maßgeschneiderte Selektion aller passenden Angebote erfolgt kostenlos aus allen relevanten Stellenbörsen und Zeitungen Deutschlands. Das Rechercheergebnis wird Ihnen einmal pro Woche per Mail zugesandt.
Dieser Artikel ist erschienen am 21.12.2016

Karriere | Service