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So viel ist das Gehalt in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands wirklich wert
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Regionaler Vergleich

Wo Ihr Gehalt mehr wert ist und wo es verliert

Anne Koschik
Gehalt ist relativ: Ob am unteren Rand oder in schwindelerregender Höhe – je nach Wohnort lässt sich damit schlecht, gut oder hervorragend durchstarten. Selbst Einkommen im sechsstelligen Bereich verlieren mancherorts schnell an Attraktivität, wenn man Mieten oder Kaufkraft gegenrechnet.
So mancher scheinbare Gehaltsvorsprung entpuppt sich oft als echtes "Leerstück": Höhere Mieten in Großstädten wie München oder Frankfurt, die unterschiedliche Kaufkraft bei Lebensmitteln und Konsumgütern, Benzinkosten, Immobilienpreise, Infrastruktur – all das sind Faktoren, die sich im Portemonnaie bemerkbar machen. Ein vermeintliches Traumgehalt kann da schnell zu einem Trauma werden.

Um dem vorzubeugen, ist es ratsam, sich einen Überblick zu verschaffen, in welchen Städten und Regionen es sich finanziell am besten leben lässt. Im Umkehrschluss kann man dann auch ableiten, in welchen Städten ein höheres Gehalt wichtig ist, um die monatlich anfallenden Kosten zu decken.

Wieviel also ist das eigene Gehalt wirklich wert?

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung vergleicht die Gehaltsentwicklung in den Regionen und gleicht diese mit den Lebenshaltungskosten und anderen Ausgaben ab, die Durchschnittsdeutsche tätigen.

All diese Werte ergeben den Regionalen Kaufpreisindex (RKI), aus welchem sich entnehmen lässt, wie viel das eigene Gehalt wirklich wert ist und in welcher Region es sich mit dem gleichen Gehalt besser leben lässt (mögliches Gehaltsplus).

Basis der RKI-Berechnungen ist das bundesweite Durchschnittsgehalt von 28.950 Euro.