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Chef zu gewinnen

Sparkasse Münsterland Ost – Markus Schabel

„Nutzen Sie Studium, Lehre und erste Berufsjahre zur Orientierung, wo es hingehen soll.“
Markus Schabel - Sparkasse-MuensterFoto: PR
Markus Schabel war früh dran. Schon mit 34 Jahren übernahm er seinen ersten Vorstandsposten bei der Kreissparkasse Böblingen. Mit 38 tauschte der gebürtige Rheinland-Pfälzer den Chefsessel im Schwabenland gegen einen in Westfalen. Seit sieben Jahren ist er nun Vorstandschef der Sparkasse Münsterland Ost. „Dass ich eigentlich zu jung für die einzelnen Schritte in meiner Laufbahn bin, musste ich mir oft anhören. Aber das wächst sich ja nun langsam aus“, erklärt der 45-Jährige lachend. Der unmittelbare Kundenkontakt ist ihm auch als Vorstand nach wie vor sehr wichtig, auch wenn er nicht mehr an vorderster Front berät, sondern für die übergeordneten Themen zuständig ist und die Bank nach außen repräsentiert. Eine
Aufgabe, die auch kleine Schattenseiten hat: Samstags unerkannt über den Münsteraner Markt zu schlendern gelingt selten. Als Chef der örtlichen Sparkasse ist man bekannt. Dass er einmal so zügig in einem Vorstandssessel Platz nehmen würde, hätte sich der Zwei-Meter-Mann zu Abi-Zeiten nicht träumen lassen. „Ich war in allen Fächern eher im mittleren Bereich. Zu der Zeit war mir die ganze Berufswelt noch sehr fern, und ich konnte gar nicht recht sagen, was ich machen will. Damals hat jeder, der unschlüssig war, erst mal BWL studiert, um sich breit aufzustellen
und dann weiterzusehen. Und mit der Bankausbildung ist das ganz ähnlich. Sie liefert eine breite Ausbildung, die einem Wege in die meisten Wirtschaftsberufe eröffnet. Auch heute noch.“ Ihm selbst habe die Bankausbildung auch bei der Entwicklung seiner Persönlichkeit sehr geholfen. Der direkte Umgang mit Kunden am Schalter schulte enorm. „Insofern war das eine rundum gute Wahl. Ich mache das, was ich tue, außerordentlich gern.“ Unentschlossenen jungen Leuten rät er, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie sie ticken. Sind sie extrovertiert oder eher in sich gekehrt? Teamplayer oder Einzelgänger? An Menschen oder an Maschinen interessiert? Und daraus gilt es dann, einen Beruf abzuleiten. „Bei allem Leistungswahn und Zeitdruck, der da heutzutage aufgebaut wird, sollte man die Zeit an der Uni, in der Lehre und im ersten Job dennoch als Orientierungsphase verstehen. Bei Bedarf lassen sich die Weichen dann immer noch neu stellen“, rät der zweifache Vater. Seinen eigenen schnellen Aufstieg erklärt der Sparkassenchef zum einen mit seiner konsequenten Weiterbildung. „Ich habe immer zugesehen, möglichst schnell dazuzulernen. Vor allem ist aber eine erfolgreiche Arbeit die Basis für weitere Karriereschritte.“ Der Rest sei eine Mischung aus etwas Glück und ein bisschen Eigenwerbung gewesen.

Name: Markus Schabel
Alter: 45 Jahre
Job: Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost
Karriere: Banklehre, Studium: Sparkassenfachwirt, -betriebswirt, Dipl.- Sparkassenbetriebswirt (alles berufsbegleitend), 1997 Generalbevollmächtigter, 2000 Vorstandsmitglied Kreissparkasse Böblingen, 2004 Vorstand der Sparkasse Münsterland Ost
Branche: Banken
Mitarbeiter: 1 460 (regional)
Einstieg: Schülerpraktika, Ausbildung zum Bankkaufmann, duales Studium an der
S-Hochschule, Praktika, Direkteinstieg
Kontakt:www.sparkasse-muensterlandost.de/karriere
Dieser Artikel ist erschienen am 30.05.2011