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Chef zu gewinnen

Ralf Blauth, Evonik Industries

Katja Stricker
Ralph Blauth ist Personalvorstand der Essener Industriekonzerns Evonik Industries AG. Als Quereinsteiger hat er ganz genaue Vorstellungen davon, was sein Nachwuchs können muss. Bei unserer Aktion "Chef zu gewinnen" bekommen Sie die Chance, ihn persönlich kennen zu lernen.
Ralf Blauth, Evonik VorstandFoto: © PR
Seit mehr als 40 Jahren ist Ralf Blauth bereits im Konzern tätig, seit rund einem Jahr sitzt er als Personalvorstand sogar in der Chefetage der Essener Evonik Industries AG. Mit einer solchen Karriere hatte Blauth nicht gerechnet, als er nach der Handelsschule mit gerade mal 17 Jahren seine kaufmännische Lehre in der damaligen Hüls AG begann - einem Chemieunternehmen in seiner Heimatstadt Marl im Münsterland, das zu Vorläuferunternehmen des heutigen Evonik-Konzerns gehörte."Erst viel später habe ich über meine Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender in verschiedenen Unternehmensbereichen des Konzerns quasi als Quereinsteiger meinen Weg ins Management gefunden", erzählt Blauth heute. "Mein Berufswunsch war ursprünglich, in einem Tochterbetrieb der Hüls in Brunsbüttel Personal- und Verwaltungsleiter zu werden, aber da dieses  Unternehmen verkauft wurde, hatte sich diese berufliche Option zerschlagen."

Die besten Jobs von allen

Chemie, Energie und Immobilien - das sind die drei Geschäftsfelder des Essener  Industriekonzerns Evonik, der weltweit in mehr als 100 Ländern aktiv ist. Blauth ist als Arbeitsdirektor für die Belange der rund 39.000 Mitarbeiter zuständig. Und natürlich auch für die der rund 2.300 Auszubildenden, die das Unternehmen in mehr als 40 verschiedenen Berufen ausbildet - vom Chemielaboranten über Mechatroniker und Verfahrensmechaniker bis zu Immobilien- und Industriekaufleuten sowie Fachinformatikern.Die Anforderungen, die Personalvorstand Blauth an den Evonik-Nachwuchs stellt,  variieren - je nach Berufswunsch. "Bei den technischen Berufen steht zum Beispiel  manuelles Geschick und praktisches Verständnis im Vordergrund, bei naturwissenschaftlichen Berufen kommt es vor allem auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den Stoffen an, denn es wird viel in unseren Laboratorien gearbeitet", erklärt Blauth.Wen es dagegen eher in einen kaufmännischen Beruf zieht, der sollte wirtschaftliches  Denken, Organisationstalent und eine gute Mathe-Note mitbringen.Informationen zur PersonName: Ralf Blauth
Alter: 59 Jahre
Job: Mitglied des Vorstandes und Arbeitsdirektor  der Evonik Industries AG, Essen
Karriere: Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Hüls AG, danach verschiedene Positionen unter anderem als Betriebsratsvorsitzender, Konzern- und Europa-Betriebsrat bei Hüls, VEBA/E.ON und Degussa. Ab 2005 Arbeitsdirektor RAG Coal International AG, danach Evonik Degussa GmbH; seit 1. Juli 2009 Mitglied des Vorstandes und Arbeitsdirektor der Evonik Industries AG, Essen
Banche: Chemie, Energie, Immobilien
Mitarbeiter: rund 39.000
Einstieg: Ausbildung in mehr als 40 naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Berufen; Praktikum, Diplomarbeit, Bachelor- und Masterthesis oder Praxissemester.
Kontakt: corporate.evonik.de/de/karriere/pages/default.aspx
Dieser Artikel ist erschienen am 07.06.2010