MBA

Zu zweit nach London

Annette Pöhl
Das MBA-Studium ist für Annette Pöhl vorbei, nun warten neue Aufgaben. Während sie schon einen Job bei einem IT-Unternehmen in London gefunden hat, ist ihr Freund Bas noch in der Bewerbungsphase. Die Diplom-Betriebswirtin berichtet zum letzten Mal für karriere.de über ihr Leben.
Annette PöhlFoto: © PR
Die MBA-Zeit ist (leider) um und so geht mit diesem Beitrag auch mein Blog zu Ende. Die Zeit seit der Verabschiedung bei INSEAD war hauptsächlich durch Weihnachten und Neujahr geprägt. Und wie das mit Silvester so ist, ob ungewollt oder ganz bewusst, lädt es ein zum Rückblick auf das vergangene Jahr. Für mich war es definitiv ein sehr spannendes, intensives und erlebnisreiches Jahr. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ich habe viel Neues gelernt, insbesondere über mich, viele neue Freunde gewonnen und vor allem den nun wichtigsten Menschen in meinem Leben kennengelernt. Und wie geht es weiter?
Da wir uns auf den gemeinsamen Standort London geeinigt hatten, habe ich meine Jobsuche auf London konzentriert und dort nun auch eine Stelle bei einem stark wachsenden und internationalen IT-Mittelständler angenommen. Viele meiner Studienkollegen nutzen die Chance, mit dem MBA den Einstieg in ein grosses, globales Unternehmen zu schaffen. Bei mir ist das genau anders herum. Ich möchte meine Erfahrungen von Daimler und SAP mit mehr Verantwortung und grösserem Einflussbereich bei einem kleinen Unternehmen einsetzen.Die Idee, selbst Unternehmerin zu werden, ist damit sicher nicht gestorben, sondern zunächst erstmal aufgeschoben. Ohne finanziellen Puffer und in einem komplett unbekannten Markt ein neues Unternehmen zu gründen, ist mir im Moment zu risikoreich. Dessen ungeachtet nutze ich die Zeit bis zum Arbeitsbeginn, um bei einem Startup in Berlin mitzuarbeiten. Vielleicht ergibt sich dadurch in der Zukunft eine Unternehmenschance.Mein Freund ist noch mitten im Bewerbungsprozess und gehört damit zu den aktuell nicht wenigen MBA-Absolventen, die nicht direkt mit dem Abschluss ein Stellenangebot haben. Ich bin sicher, dass er bald etwas Passendes finden wird und dann auch etwas mehr Planungssicherheit hat. Das Gute ist jedenfalls, dass wir weiterhin viel zusammen sein können, erst Silvester in Amsterdam bei ihm zuhause, jetzt Berlin für meine Startup-Tätigkeit und dann wird wohl auch bald einige Zeit in London anstehen, in der wir nach einer Wohnung suchen und schliesslich umziehen. Schön ist auch, dass wir in den verschiedenen Städten gleich Klassenkameraden treffen und so den INSEAD-Spirit noch etwas verlängern können. Das städteumfassende Netz von befreundeten Studienkollegen ist sicher eine der grössten Bereicherungen durch das MBA-Jahr.
Dieser Artikel ist erschienen am 13.01.2010

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