Für das ZDF-Politbarometer telefoniert Steffi Hauk mit ganz Deutschland. Sie will wissen, wer der nächste Kanzler wird. Seit 2005 befragt sie hierzu die Bundesbürger. Gerade jetzt, kurz vor der Bundestagswahl, ist ihr Job am spannendsten.
"Ich weiß gar nicht, wie viele Leute ich inzwischen gefragt habe, wen sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag die Bundestagswahl wäre. Viele jedenfalls. Seit 2005 mache ich Telefoninterviews für die Forschungsgruppe Wahlen in Mannheim. Ich studiere Anglistik und Amerikanistik an der Uni Mannheim, der Job passt perfekt zu meinem Studium, weil ich mir die Wochentage und Arbeitszeiten aussuchen kann. Direkt vor den Wahlen, wie jetzt, ist das immer super spannend.Da die Befragungen anonym sind, weiß ich vorher nie, mit wem ich gleich spreche. Die Fragen habe ich auf dem Computer vor mir, der wählt dann zufällig einen Haushalt an und ich höre nur ein ,Piep' in der Leitung, wenn jemand seinen Namen sagt. Damit wird sichergestellt, dass wir völlig unvoreingenommen sprechen können.Manche Leute haben gar keine AhnungIch erkläre, wer ich bin und warum ich anrufe. Manche legen sofort wieder auf und geben mir gar keine Chance, bei anderen kann es aber auch einfach der falsche Zeitpunkt sein, die Leute sind gerade aus dem Büro gekommen, haben Hunger oder sind müde. Andere freuen sich, weil sie schon immer mal an der Umfrage fürs Fernsehen teilnehmen wollten.Die Arbeit ist garantiert nie langweilig. Manche Leute haben sich noch überhaupt nicht informiert, kennen weder Angela Merkel noch Frank-Walter Steinmeier, oder sie wissen nicht, in welchem Bundesland sie wohnen. Das versuche ich herauszufinden, indem ich nach größeren Städten in der Nähe frage. Es bleibt spannend bis zum 27. September."
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
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Foto: G. Altmann/Pixelio
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