Ausland

Raus in die Welt mit der ZIS-Stiftung

Stefanie Hieckmann
Fernweh, keine Kohle, aber dafür eine gute Idee? Die ZIS-Stiftung unterstützt spannende Reiseprojekte. Ideal für Leute, die die Zeit zwischen Abitur und weiterer Ausbildung überbrücken möchten, findet karriere.de
Fernweh? Die ZIS-Stiftung unterstützt interessante ReiseprojekteFoto: © forca - Fotolia.com
Einfach mal sein eigenes Ding machen. In die Ferne reisen und etwas Besonderes auf die Beine stellen. Wer träumt davon nicht manchmal? Die ZIS Reisestiftung macht solche Wünsche realisierbar. Schon seit über fünfzig Jahren vergibt die gemeinnützige Stiftung Reisestipendien an junge Menschen. Die ZIS Reisen sind bei weitem kein gewöhnlicher Urlaub am Strand von Palma de Mallorca. Weder die Planung, noch die Organisation der gesponserten Tour wird durch ein Reisebüro übernommen. Hier ist Eigenregie gefragt, wie auf der ganzen Reise. 600 Euro stellt die Stiftung für interessante Reiseprojekte der 16- bis 20-Jährigen zur Verfügung. Mindestens vier Wochen müssen die Stipendiaten mit dem Geld auskommen. Kein Luxusleben. So ist es aber auch nicht gedacht. "Es soll keine Hotelreise, sondern eine Abenteuerreise werden", erklärt Dagmar Baltes von der Stiftung. Die Bedingung, dass man alleine reisen muss, erleichtere dieses Abenteuer nur. "Viele Bewerberinnen und Bewerber fürchten sich vor der Reise ohne Freund oder Freundin", weiß Dagmar Baltes aus ihrer langjährigen Erfahrung, "danach sind sie jedoch immer froh, den Schritt allein gewagt zu haben."
Ohne Tagebuch geht nichtsOberste Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist, dass man seine Reise unter ein Motto stellt und zu einem selbstgewählten Thema recherchiert: "Man muss für sein Reiseprojekt brennen", sagt Dagmar Baltes. Jeden Morgen müsse man wieder Lust haben, sich hinter sein Thema zu klemmen und dieses zu verfolgen .Für das Stipendium kann man sich jährlich von November bis Mitte Februar bei der Stiftung bewerben. Die interessantesten Vorhaben können dann ab Mai realisiert werden - ideal, um die Zeit zwischen Abi und Studium zu überbrücken. Was man unter die Lupe nimmt, ist der Phantasie überlassen: Ob "Vororte in Frankreich", "Käseherstellung in der Schweiz", "das Pisa-Geheimnis von Finnland" oder "Flamenco-Kunst in Spanien" - alles ist erlaubt. Voraussetzung bei allen Reisen ist das Tagebuch in der Tasche. ZIS-Stipendiaten müssen nach der Reise einen ausführlichen Bericht über ihr Thema abgeben. Die besten Exemplare eines jeden Jahrgangs werden wiederum mit Reisezuschüssen und Buchpreisen belohnt. Doch das Tagebuch habe noch einen anderen Zweck, betont Dagmar Baltes. Denn wenn man auch alleine in die Welt zieht, sei zumindest das Tagebuch ständig ein treuer Begleiter.Infos: www.zis-reisen.de
Dieser Artikel ist erschienen am 15.06.2008

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