Saskia Grimm, 21, verdient Geld mit ihren Kurven - als "Happy Size"-Model. Mit Shootings in Europa und den USA finanziert sie sich ihr Studium der Lebensmitteltechnologie in Bremerhaven.
"Mit selbst gemachten Fotos habe ich mich beim ,Happy Size Model Contest' beworben, mein Vater hatte mich darauf gebracht. Von alleine wäre ich nie auf die Idee gekommen, an einem Wettbewerb für Übergrößenmodels teilzunehmen. Ich wurde ausgewählt und bin zum ersten Fotoshooting nach Frankfurt gefahren. In einem Hotel habe ich das erste Mal vor der Kamera gestanden und musste alles Mögliche machen: springen, ernst gucken, lachen. Es ist mir nicht leicht gefallen, da ich eher schüchtern bin. Von 30 Teilnehmerinnen wurden 15 nach Hause geschickt, wir anderen sind dann nach Marrakesch geflogen - zur nächsten Auswahlrunde.Ein kurzes Lauftraining in hohen Schuhen - dann stand ich dort zum ersten Mal auf einem Laufsteg. Der Kunde, dessen Kleider wir zeigten, saß direkt vor uns - direkt neben der Jury. Ich habe den Wettbewerb gewonnen und war völlig perplex, als sie mir die Schärpe umgehängt haben. Jetzt arbeite ich als Plus-Size-Model bei einer Agentur und werde für Fotoshootings gebucht wie andere Models auch, für Kataloge und Prospekte von Lidl zum Beispiel. Die Fotos werden auch auf Verpackungen gedruckt und liegen im Regal.Die Shootings sind unregelmäßig, deswegen kann ich ganz normal Lebensmitteltechnologie in Bremerhaven studieren. Wenn ich arbeiten muss, helfen mir meine Freundinnen und schreiben in den Vorlesungen alles mit. Für den Happy-Size-Katalog sind wir sogar bis nach San Francisco geflogen. In den USA fragt man Übergrößen mehr nach als hier." Protokoll: Carola Sonnet. Als Saskia Grimm das erste Mal vor der Kamera stand, war ihr das noch ein bisschen peinlich. Inzwischen ist sie ein Profi und fliegt für Shootings bis in die USA."Lesen Sie mehr zu spannenden Studentenjobs:Zwischen Vorlesung und Rock'n'RollBringMa Bier mit!Allein gegen den Rest
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Foto: G. Altmann/Pixelio
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