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MBA-Messe: Viele Fragen, noch mehr Antworten
Die wichtigste Messe für MBA-Bewerber in Deutschland kommt nach Deutschland. Für Bewerber bietet die Messe die Möglichkeit, persönlich mit den Schulen in Kontakt zu treten und Detailfragen zu klären. Die Messeorte sind Düsseldorf und Frankfurt.
Für einen ersten Überblick ist die Messe zu schade, die grundlegenden Informationen sind schneller im Internet zu finden. Das wusste auch der österreichische Banker Costa Barakos. Er überlegt, Ende 2010 oder Anfang 2011 einen MBA zu beginnen und hatte sich zur Messe im Herbst in München angemeldet.
Mit zwei Schulen hatte er Einzelgespräche vereinbart, um Detailfragen zu klären. Barakos hat viel im Netz recherchiert, doch letzte Fragen wie Austauschmöglichkeiten oder die Anerkennung seines österreichischen Hochschulabschlusses wollte er lieber im Gespräch klären. Und auch einen Eindruck von den Schulen bekommen. „Die Messe ist ein gutes Mittel zwischen einem Campusbesuch und dem Internet“, sagt Barakos. Auch seinen Lebenslauf wollte er dabeihaben – für das Feedback der Schulen.
Das hat Celia Sikorski im Frühjahr auch gemacht. Mit Lebenslauf bewaffnet war die Marketing- und Exportmanagerin aus Ravensburg im März auf der Frankfurter Messe. Für die Einzelgespräche hat sie den aber nicht gebraucht: Sie hatte sich dafür schon früh angemeldet und ihren Lebenslauf im Internet hochgeladen. So konnten die Schulen rechtzeitig darauf zugreifen.
In den Gesprächen wollte sie zum Beispiel klären, ob ihr Profil überhaupt zu Schule passt, welche Anforderungen inhaltlich und strukturell an die Bewerbung gelegt werden, wie das Anschreiben aussehen soll und was die Schulen allgemein von Bewerbern erwarten.
Kandidat und Schule müssen zusammenpassen
Sikorski wusste eigentlich schon recht genau, dass sie sich für den berufsbegleitenden One MBA interessiert und sich dafür an der Rotterdam School of Management bewerben will. Auf der Messe wollte sie klären, ob es nicht vielleicht doch ein anderes Programm gibt, das ihr zusagt. „Die Veranstaltung war für mich der erste Kontakt zu den Schulen, nachdem ich mir die Programme schon im Internet angesehen hatte“, sagt Sikorski. Kandidat und Schule müssen schließlich auch zusammenpassen. Ihr war wichtig, in der Schule nicht nur eine Nummer zu sein, sondern als Mensch wahrgenommen zu werden. „Die Schule sollte mir das Gefühl geben, dass sie mich auch wirklich will“, sagt sie. Und dafür waren die Interviews auf der Messe Gold wert.
Schließlich blieb sie aber bei ihrer Wahl. Der Ansprechpartner der Schule auf der Messe habe ihr so viele Informationen vermitteln können und einen Tag später schon einen weiteren Termin vereinbart. Das hat Sikorski auch menschlich überzeugt. Seit Herbst studiert sie in Rotterdam.
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