Seit Oktober gibt es in Berlin die Deutsche Universität für Weiterbildung - jetzt muss sie zeigen, dass sie sich im Wettbewerb behaupten kann. Denn gerade die Zielgruppe der DUW ist heiß umkämpft und um sich auf dem Marktsegment durchzusetzen, ist langer Atem erforderlich.
Die Eröffnungsparty ist vorbei, die Festredner sind fort. Unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit hat die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) im Oktober 2009 ihren Lehrbetrieb aufgenommen. Jetzt steht das Berliner Institut vor den Herausforderungen des universitären Alltags.So etwas wie die DUW gab es in Deutschland bisher nicht: Das Institut konzentriert sich ausschließlich auf Weiterbildung, trägt den Titel einer Universität und gehört zu gleichen Teilen einem öffentlichen und einem privaten Träger - der Freien Universität Berlin (FU) und dem Stuttgarter Bildungskonzern Klett. Sie hat Masterstudiengänge und Zertifikatskurse für Berufstätige, die seit mindestens zwei Jahren arbeiten und schon einen akademischen Abschluss haben, im Programm.Diese Zielgruppe ist heiß umkämpft: Nach vorläufigen Erhebungen des Hochschul-Informations-Systems gibt es in Deutschland rund 700 berufsbegleitende Masterstudiengänge an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien. Und die Zahl der Zertifikatskurse, wie sie an der DUW ebenfalls angeboten werden, könnte noch weitaus höher sein.Berufsbegleitende Master werden dank Bologna-Prozess attraktiver.Vieles hängt also von der Nachfrage ab - und die könnte durch die Bologna-Reform deutlich steigen. Denn wenn in Zukunft jedes Jahr etliche Bachelorabsolventen auf den Arbeitsmarkt strömen und einige Jahre arbeiten, bevor sie an einen Master denken, sollten berufsbegleitende Programme wie die der DUW attraktiver werden.
19. Juni 1999 – 44 Grad 30‘ N, 11 Grad 21‘ O – 54m über der mittleren Meereshöhe – Bildungsvertreter 30 europäischer Staaten unterzeichnen die Bologna-Erklärung.
Lebenslanges Lernen, veränderte Anforderungen am Arbeitsplatz, Weiterkommen, Aufsteigen, Kompetenzen erweitern, Mitreden als Quereinsteiger, Lust auf Neues – Gründe für den Blick in die bunten Werbe-Flyer von Bildungsanbietern gibt es viele.
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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