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Die besten Hochschulen 2009

Britta Mersch, Carola Sonnet
Johannes Kitz, einer der letzten Diplomstudenten in ReutlingenFoto: © Andy Ridder
Johannes Kitz, 24, ESB Reutlingen:  "Wer sich für BWL interessiert, findet Reutlingen. Der Praxisbezug des Studiums könnte kaum größer sein."
Johannes Kitz ist einer der Letzten, die ihr Studium an der European School of Business (ESB) in Reutlingen mit dem Diplom abschließen werden. Bald sind alle Fächer auf Bachelor und Master vollständig umgestellt, was den Studierenden bei der Anrechnung ihrer Leistungen aus dem Ausland jetzt schon hilft. Die BWL-Fakultät der FH zählt derzeit etwas mehr als 2000 Studierende, 30 Prozent der Studenten sind durchschnittlich im Auslands- oder Praxissemester. Der Anteil der internationalen Studierenden beträgt je nach Studiengang bis zu 50 Prozent, es gibt mehr als 100 Partnerhochschulen. Kitz hat die ersten vier Semester in Lancaster studiert, er wäre auch gerne noch länger geblieben: "Die zwei Jahre im Ausland waren ein Grund, warum ich hier studieren wollte", sagt der 24-Jährige heute.Ein zweiter war der enge Draht, den die Hochschule zur Wirtschaft pflegt. Bei Firmenmessen und Recruiting-Veranstaltungen treffen die Studierenden regelmäßig auf Unternehmen, Praxissemester sind fester Bestandteil der Ausbildung. Kitz absolvierte zwei Praktika bei BMW, das erste in München und das zweite in Newbury Park in Kalifornien. Schon vor Studienbeginn hatte er bei dem Automobilhersteller gearbeitet und bewarb sich im Rahmen eines Förderprogramms. Sein Fazit: "Wer sich für BWL interessiert, findet Reutlingen."Sebastian Müller, 26, Uni Mannheim: "Wer sich hier gegen ein Auslandssemester entscheidet, muss sich schon rechtfertigen. Fast alle haben eins gemacht."Sebastian Müller will in die Wirtschaftsberatung, in den Finanzsektor. Sein BWL-Studium an der Uni Mannheim hat ihn darauf vorbereitet. Viele Mannheimer spezialisieren sich auf Marketing oder Finanzierung: "Vor zwei Jahren wollte ich noch Investmentbanker werden - das hab ich mir anders überlegt." Ein weiterer Schwerpunkt seines Studiums lag, bedingt durch Praktika und die Arbeit bei der studentischen Unternehmensberatung, in der Automobilbranche. Jetzt schreibt er seine Diplomarbeit über eine Bewertung der Wandelanleihe von Air Berlin. Den Leistungsdruck in Mannheim fand er anspornend - gerade in den letzten Wochen vor den Klausuren. "Da ist einfach eine gewisse positive Spannung in der Bib."Auch im Hinblick auf das Auslandssemester in Sydney, das er sich selbst organisiert hat, kam ihm die Einstellung seiner Kommilitonen gerade recht. "Das gehört hier dazu. Wer nicht geht, muss sich dafür schon fast rechtfertigen." Gleiches gilt für Praktika. Wer vor Studienende noch keins gemacht hat, gilt als Exot. Müller hat bei der Deutschen Bank und Porsche Praxiserfahrung gesammelt und 2006 vier Monate als studentischer Berater in einem Team bei VW Consulting gearbeitet. Die Beratung Integra der Uni Mannheim hat 80 aktive Mitglieder, vom Erstsemester bis zum Diplomanden, und sie wird von den Lehrstühlen unterstützt.

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