Uni-Ranking

Die besten Hochschulen 2009

Britta Mersch, Carola Sonnet
Bachelor-Beurteilung bei PersonalchefsFoto: © Junge Karriere Nr. 05
Universitäten haben den Vorteil, dass sie durch ihre Forschungsaktivitäten an Gelder kommen, die den FHs verschlossen bleiben. Ein Beispiel ist die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern, bei der 1,9 Milliarden Euro in die Spitzenforschung flossen - und bei der die FHs außen vor blieben. Neun Elite-Unis haben bei dem Wettbewerb das Rennen um den Titel gemacht, darunter die RWTH Aachen, die beiden Unis in München und die Uni Karlsruhe - die ja auch im Ranking von Handelsblatt Junge Karriere Spitzenplätze erreichten.
Fachhochschulen kooperieren mit UniversitätenWeil die Fachhochschulen traditionell in der praxisorientierten Forschung stark aufgestellt sind, können sie sich bei solchen Programmen oft nicht um eigene Projekte bewerben, sondern sind auf den Forschungsverbund mit einer Universität angewiesen. Die Hochschule Karlsruhe (FH) etwa pflegt viele Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen aus der Wirtschaft - die Personalchefs belohnen das im Ranking mit Spitzenplätzen in Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik.

Wird Ihre Uni in den Rankings gerecht bewertet? Und wie wichtig sind Ihnen solche Ranglisten?Rektor Karl-Heinz Meisel ist zufrieden mit den Reformen, etwa mit der Umstellung auf die neuen Abschlüsse. Seit dem Wintersemester 2007/08 bietet die FH nur noch Bachelor und Master an: Der Bachelor-Studiengang umfasst sieben Semester, ein Praxissemester inklusive. "Auf dem Arbeitsmarkt kommen unsere Absolventen gut an."Gute Betreungsquote verhilft zum ErfolgAuch die FH Dresden schafft es im Ranking in allen relevanten Bereichen der FHs bis in die Top-Ten. Mit einer Betreuungsquote von nur 30 Studenten pro Professor will sie sicherstellen, dass das auch so bleibt. 80 Prozent der Studierenden streben einen Ingenieurabschluss an, durch die Industrienähe kann Dresden seine Studienplätze auslasten.Sind die Bewerber nach dem Abschluss auf dem Arbeitsmarkt angekommen, erhoffen sich viele Personalchefs, dass sie ihre Ziele neu definieren. "Ich würde mir wünschen, dass die Absolventen mehr Leidenschaft für den Beruf entwickeln und sich nicht nur fragen, wann sie die nächste Karrierestufe erklimmen", sagt Alfred Quenzler von Audi. Und verweist auf das Motto: "Wer abheben will, sollte immer auf dem Boden bleiben."

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