Uni-Ranking

Die besten Hochschulen 2009

Britta Mersch, Carola Sonnet
Welche Abschlüsse sind 2009 gefragt?Foto: © Junge Karriere Nr. 05
Wissensvermittlung und Praxiserfahrung sind der Schlüssel zum Erfolg
Durch die Kombination von beidem, Praxis- und Auslandserfahrung, müssen sich die Studierenden der ESB Reutlingen auch in der Krise nicht ganz so viele Sorgen um ihre Zukunft machen: Mit weitem Abstand verweist die Fachhochschule der kleinen Stadt bei Stuttgart ihre Konkurrenten aus Münster und Köln auf die Plätze. 85 Prozent der Reutlinger haben vor ihrem Abschluss bereits ein Jobangebot in der Tasche. Die internationale Ausbildung ist seit 30 Jahren erprobt."Die doppelte Mission, gleichzeitig Wissen und Praxis zu vermitteln, ist eine der größten Herausforderungen, vor der unsere Hochschulen zurzeit stehen", sagt Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Die Hochschulen müssten ihre Profile schärfen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich im Zuge dessen weiter mit der Wirtschaft vernetzen. "Bessere Employability und Kommunikation und besseres Projektmanagement gehören zu den Zielen der Bologna-Reform."Die Wirtschaft kann als Partner helfenViele technischen Unis haben die Herausforderung schon längst angenommen und konnten sich im Wettbewerb mit anderen Hochschulen behaupten. Durch die engen Kontakte zur Wirtschaft ermöglichen sie ihren Absolventen, schon früh an aktuellen Projekten mitzuarbeiten. Florian Graf etwa hat an der RWTH Maschinenbau studiert. Schon während seines Studiums arbeitete der 29-Jährige am Institut für Verbrennungskraftmaschinen an einem Projekt, das von der Industrie in Auftrag gegeben wurde. "Es ging darum, den Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen weiter zu reduzieren", sagt Graf, "und ich konnte tatkräftig mitarbeiten."Das Wissen in diesem Bereich ermöglichte ihm ein Praktikum in einer Firma in der Nähe von Detroit. In seiner Diplomarbeit forschte er über Hybridautos - und mit diesem Profil bekam er bald nach dem Studium seinen ersten Job als Entwicklungsingenieur bei Audi: "Der Name RWTH war sicher nicht von Nachteil", sagt er, "letztlich haben aber wohl meine vielseitigen Praktika überzeugt."Für die Hochschulen ist Drittmittelerwerb wird enorm wichtigDas Ranking zeigt zudem, dass Geld eine wichtige Rolle spielt. Das Rennen machten die Hochschulen, denen es gelingt, durch Kooperationen mit Firmen oder besondere Forschungsleistungen Drittmittel anzuwerben. So verfügt die RWTH Aachen über einen Gesamthaushalt von 576Millionen Euro. Davon stammen 194 Millionen Euro aus Drittmitteln. Die TU Darmstadt kommt auf ein Budget von 338 Millionen Euro, 92 Millionen machen Drittmittel aus. Zum Vergleich: Eine kleinere Institution wie die ESB Reutlingen, die zur Hochschule Reutlingen gehört, kommt auf insgesamt rund zwei Millionen Euro Budget, wobei rund 300000 Euro aus Drittmitteln stammen und rund 450000 Euro aus nichtgesetzlichen Studiengebühren für MBA- und nicht-konsekutive Master-Programme.Am Beispiel der ESB wird deutlich: Die Hochschulen müssen neue Wege in der Finanzierung gehen und neue Quellen erschließen - etwa durch die zum Teil recht teuren Master-Programme, die als Aufbaustudium belegt werden. Private Hochschulen werden sich neue Zielgruppen über Teilzeit-Studiengänge für Berufstätige, Weiterbildungen oder speziell auf Migranten zugeschnittene Angebote erschließen, prophezeit Jörg Dräger, Leiter des Centrums für Hochschulentwicklung (siehe Interview).

Thema des Tages

Allgemeinbildung

 

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport