Uni-Ranking

Die besten Hochschulen 2009

Britta Mersch, Carola Sonnet
Die Sieger des Uni-RankingsFoto: © Junge Karriere Nr. 05
Gute Unis profitieren von Vernetzung mit der Wirtschaft
Die Hochschulen, die im Ranking gut abschneiden, wissen, worauf es ankommt. Sie haben es geschafft, sich gut zu vernetzen und pflegen Wissenschaftskooperationen mit den verschiedenen Unternehmen, die Hochschulmessen organisieren, Lehrbeauftragte aus der Praxis an die Hochschulen schicken oder Diplom- und Doktorarbeiten anbieten, die für die Entwicklung ihrer Produkte wichtig sind. Und davon profitieren die Absolventen.Auch einigen kleinen Privat-Unis gelingt das so gut, dass sie ohne Probleme den Wettbewerb mit den großen Hochschulen aufnehmen können. Wie 2008 konnten sich die European Business School in Oestrich-Winkel, die WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar und die ESCP-EAP in Berlin im Fach Betriebswirtschaft einen Spitzenplatz unter den Top-Ten sichern.Beliebt bei Personalchefs ist die Frankfurt School of Finance and Management (FSFM), die 1957 zunächst als Bankadademie gegründet wurde und heute zu den bekanntesten Business Schools in Deutschland zählt. "Unseren Bachelors stehen alle Türen offen", wirbt Präsident Udo Steffens, der auch Chef des privaten Hochschulverbandes ist. Die Umstellung auf Bachelor und Master wurde bereits 2002 vollzogen.Private Hochschulen gelten als flexiblerLebte der gute Ruf der privaten Hochschule bisher vor allem von ihrem Finanzierungsschwerpunkt und der Praxiserfahrung der Fachdozenten, will die FSFM sich ein zweites Standbein im Management aufbauen. Damit bietet Steffens den großen Konkurrenten wie Mannheim, Köln und der Universität Frankfurt die Stirn: "Die Reaktionsgeschwindigkeit der großen Hochschulen ist eingeschränkt", sagt er. Gerade passiere sehr viel, aber als kleine Uni könne man viel schneller auf die neuen Entwicklungen reagieren.Die internationale Ausrichtung der Studiengänge an privaten Hochschulen ist ein zusätzlicher Pluspunkt bei Personalchefs. Im Ranking sind mehr als 60 Prozent der befragten Personaler der Meinung, dass die Absolventen mit ihrer Internationalität vorne liegen. Auslandsaufenthalte waren früher noch ein Alleinstellungsmerkmal der privaten Hochschulen. Inzwischen gehören sie auch an vielen staatlichen Universitäten zum Pflichtprogramm.Auslandssemester bieten gerade für Bachelorstudenten SchwierigkeitenDoch nicht immer klappt der Weg ins Ausland reibungslos. Besonders in den Bachelor- und Master-Angeboten ist oft nicht klar, welche Noten und Seminare anerkannt werden. Die Unis sollten die internationale Ausrichtung aber ernst nehmen, schließlich ist die Auslandserfahrung ein weiteres Merkmal, das ein Drittel der Personaler von ihren Bewerbern verlangt. Sehr gute Englischkenntnisse fordert schon mehr als die Hälfte der Befragten, und besser als in einem englischsprachigen Land, womöglich noch verbunden mit praktischer Erfahrung, lässt sich die Sprache kaum lernen.

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