Welche Hochschule bietet die beste Ausbildung? Welche versagt? Das neue Ranking von Junge Karriere zeigt, dass die praxisnahen Universitäten und Fachhochschulen, die sich den neuen Herausforderungen stellen, vorne liegen.
Sebastian Müller ist ein Kandidat, wie ihn sich die Personaler wünschen: Der 26-Jährige hat sich sein Studium an der Uni Mannheim als Berater finanziert. Seit dem zweiten Semester ist er bei der studentischen Beratungsfirma Integra, vier Monate lang arbeitete er während eines Projekts bei Volkswagen-Consulting, hat also Praxiserfahrung und Engagement bewiesen: "Was ich in Statistik und Controlling gelernt hatte, konnte ich gleich in der Beratung anwenden." Und genau darauf legen viele Personaler heute großen Wert.Sie suchen Absolventen, die wissen, was sie erwartet und eine interessante Persönlichkeit haben, die in das Unternehmen passt. Erst viel später kommen Auslandserfahrungen, Studiendauer und die Examensnote als Wunsch-Qualifikationen. Das zeigt das neue Hochschulranking, das Junge Karriere, Handelsblatt und Wirtschaftswoche in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Universum Communications und dem Recruiting-Dienstleister Access erstellt haben. Und deshalb liegen auch die Universitäten und Fachhochschulen, die ihre Studierenden gut auf die Praxis vorbereiten, besonders hoch in der Gunst der Unternehmen.Aachen Spitze in den IngenieurswissenschaftenDer Uni Mannheim zum Beispiel gelingt das hervorragend: Die Hochschule liegt sowohl in BWL als auch in VWL in der Gunst der Personaler ganz vorne, dicht gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität München und den Unis in Münster und Köln. In den Ingenieurwissenschaften konnte sich die RWTH Aachen an die Spitze setzen - und zwar in mehreren Fächern. In Maschinenbau belegt sie den ersten Platz vor Darmstadt, München und Karlsruhe - die ihren guten Ruf bei Personalern allerdings ebenfalls verteidigen konnten. Aber auch in den Fächern Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik, Informatik und - erstmals erhoben - Naturwissenschaften konnte sich die RWTH den Spitzenplatz sichern (Siehe Tabelle).
Wird Ihre Uni in den Rankings gerecht bewertet? Und wie wichtig sind Ihnen solche Ranglisten?
"Die großen Universitäten werden auch künftig Geld und Power haben, die meisten sind den Herausforderungen der Zukunft gewachsen", sagt Axel Keulertz, Research Direktor für den deutschsprachigen Raum bei Universum. Sie können den Unternehmen in Zeiten großer Veränderung die Qualität versprechen, die dringend benötigt wird.Der gute Ruf muss in Aachen hart erarbeitet werdenDas zeigt sich schon in der Ausbildung: "Das Studium ist bei uns nicht nur komfortabel", sagt Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen. Weil die Anforderungen der Mathematik- oder Mechanik-Klausuren so hoch sind, schaffen viele Studenten das Pensum nicht. Abbruchquoten von bis zu 50 Prozent sind keine Seltenheit. "Es kommt schon mal vor, dass sich Studenten über die Anforderungen in den Klausuren beschweren", sagt Schmachtenberg. Ein Student habe eine Beschwerde geschrieben, die sogar beim Staatssekretär gelandet sei. "Natürlich belastet es uns, dass nicht alle erfolgreich sind", sagt Schmachtenberg, der sich dafür einsetzen möchte, mindestens drei Viertel der Studienanfänger durch das Studium zu bringen. "Andererseits bekommen sie mit dem harten Training auch das Handwerkszeug, um im Job zu bestehen."
Viele Führungsetagen "sind von Dilettantismus geprägt", sagt der Motivationstrainer Rolf Schmiel im Interview. Statt ihren Mitarbeitern Visionen und Perspektiven zu vermitteln, hinterließen die Chefs oft nur Orientierungslosigkeit..
Lassen Sie sich von uns bei Ihrer Suche nach einer Trainee-Stelle helfen: Unser JobAgent findet für Sie alle diejenigen Trainee-Stellen, die zu Ihrem Studienabschluss passen. Jede Woche erhalten Sie eine individuelle Auswertung mit allen für Sie passenden Angeboten. Kostenlos!
Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
Über 350 Berufe jetzt in der karriere.de-Gehaltsdatenbank recherchieren:
Einstiegsgehälter, Profivergütungen, Gewinner und Verlierer:
• Wöchentlich erscheint der karriere.de- Newsletter mit den Themen der Woche aus den Bereichen Bewerbung, Unternehmen, Arbeitsrecht, Management, Gehalt, Studium, Weiterbildung und Arbeitsalltag.
• Monatlich erscheint der MBA-Newsletter mit den Trends und News aus dem Umfeld der Business Schools.
» Wenn Sie den karriere.de-Newsletter oder den MBA-Newsletter bestellen möchten, senden Sie uns eine E-Mail. Einfach hier klicken
Chancen und Risiken, Einstiegsoptionen, Perspektiven und gefragte Qualifikationen:
Die karriere.de-Analyse mit exklusiven Daten zu Stellenmarkt, Gehaltsentwicklung und Wettbewerb.