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Bewerbungswiki

Zweites Jobinterview

Das Vorstellungsgespräch Nummer 2 wird oft unterschätzt: Der Traumjob ist zum Greifen nah: Das erste Vorstellungsgespräch hat der Bewerber mit Bravour bestanden – und wird nun ein zweites Mal ins Unternehmen gebeten.
Viele Bewerber unterschätzen das zweite Gespräch – und denken, sie hätten damit den Job schon sicher in der Tasche. Im günstigsten Fall ist das auch so – und es handelt sich bereits um ein >>> Einstellungsgespräch, bei dem der Bewerber seinen >>> Arbeitsvertrag erhält und die Details zum Arbeitsbeginn besprochen werden.

Das muss aber nicht so sein. Im Gegenteil: Gerade wer sich bei großen Unternehmen und internationalen Konzernen bewirbt, sollte sich vor Augen führen, dass eine zweite Vorstellungsrunde meist zum regulären Recruitingprozedere dazu gehört – und es mindestens noch einen, wahrscheinlich sogar zwei oder drei ernstzunehmende Konkurrenten um die Stelle gibt, die wie man selber mit Lebenslauf und im ersten Gespräch überzeugt haben. Das heißt, Ihre Chance auf den Job liegt im besten Fall bei 50 zu 50.

Während es im ersten Vorstellungsgespräch um ein Kennenlernen und Abfragen wichtiger Eckdaten aus Lebenslauf und Qualifikationen geht, geht es beim zweiten Gespräch in der Regel wesentlich mehr in die Tiefe und um Details. Das können beispielsweise >>> Verhandlungen über das Gehalt, Urlaubsanspruch, Dienstwagen, Prämien oder andere Bonusleistungen sein.

Da in den meisten Fällen neben dem bereits bekannten Personaler beim zweiten Jobinterview auch ein Mitarbeiter der Fachabteilung, für die man sich beworben hat, und eventuell auch der direkte Chef in spe dabei ist, sollten Bewerber nicht zu viel Wissen aus dem ersten Vorstellungsgespräch voraussetzen, sondern ruhig ihre Argumente und ihre Selbstpräsentation noch einmal wiederholen.

Stolperstein Widersprüche

Viele Bewerber machen den Fehler, sich nach der Einladung zum zweiten Gespräch zu siegessicher zu fühlen – und auf jede Vorbereitung zu verzichten. Das rächt sich dann oft im Gesprächsverlauf.

Daher sollten Jobsuchende auch ihre zweite Chance vor Ort nutzen und vorab noch einmal das erste Gespräch Revue passieren lassen – und wichtige Punkte oder auch offene Fragen festhalten, auf die man sich dann im zweiten Gespräch beziehen kann. Erinnern Sie sich auch noch einmal an Ihre Aussagen zu vielleicht schwierigen Punkten oder >>> Lücken im Lebenslauf.

Es wäre fatal, sich bei einem erneuten Gespräch in Widersprüche zu verstricken.

Noch ein Tipp für die Kleidung: Möglichst nicht im exakt gleichen Outfit erscheinen! Besonders berufserfahrene Bewerber sollten signalisieren, dass sie ausreichend angemessene >>> Business-Garderobe im Kleiderschrank haben.

Dieser Artikel ist erschienen am 25.06.2014

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