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Bewerbungswiki

Wiedereinstieg nach Elternzeit

Eine Weiterbildung und Urlaubsvertretungen peppen eine längere Babypause im Lebenslauf auf.
Wenn Kinder kommen, steckt in Deutschland meist die Mutter beruflich zurück und geht in Elternzeit. Glück hat, wer bei seinem alten Arbeitgeber einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat, der auch während der Babypause ganz normal weiterläuft. Sie kann auch nach einem oder zwei Jahren nahtlos wieder einsteigen – allerdings geschieht das in den allermeisten Fällen zunächst nur in >>> Teilzeit. Und nicht sind die bisherigen Aufgabenbereiche die gleichen geblieben.

Schwieriger gestaltet sich die Rückkehr ins Berufsleben, wenn es keinen laufenden Arbeitsvertrag mehr gibt, weil beispielsweise der frühere Job nur befristet war, das Unternehmen inzwischen pleite gemacht hat oder die Jobpause durch mehrere Kinder sehr lang geworden ist.

Sich als junge Mutter mit ein oder zwei Kleinkindern um eine neue Stelle zu bewerben, ist nicht leicht – und erfordert eine Menge Geduld. Daher sollten Sie sich rechtzeitig um den Wiedereinstieg kümmern – und schon während der Jobpause die Weichen richtig stellen.

Jobpause sinnvoll aufpeppen

Hilfreich ist es beispielsweise, wenn die Auszeit für die Familie beispielsweise auch für eine berufsspezifische >>> Fort- und Weiterbildung genutzt wurde – oder auch für ein Fernstudium. Auch andere berufliche Aktivitäten wie beispielsweise Urlaubs- und Krankheitsvertretungen oder Aushilfsjobs helfen, die durch die Elternzeit entstandene Lücke im Lebenslauf attraktiv zu fühlen.

Generell sollten Mütter und Väter, die nach der Geburt ihrer Kinder in Erziehungs- bzw. Elternzeit gegangen sind, diese Auszeit vom Job im >>> Lebenslauf chronologisch auflisten, um eine Lücke zu vermeiden. Beispiel: 2/2010 bis 2/2011 Elternzeit.

Regelmäßig melden – und in Kontakt bleiben

Wer einen weiterlaufenden Vertrag hat – oder auch bei seinem alten Arbeitgeber nach ein oder zwei Jahren den Wiedereinstieg plant, sollte bereits während der Jobpause möglichst zu Kollegen und Vorgesetzten Kontakt halten, damit die Rückkehr in den Job leichter gelingt. Wenn es mit dem Nachwuchs vereinbar ist, sollten Sie zumindest zum Ende der Jobpause hin anbieten, an wichtigen Planungsmeetings oder internen Weiterbildungsseminaren teilzunehmen, um fachlich uptodate zu bleiben und weiterhin Interesse an Ihrer Stelle zu signalisieren.

Kündigen Sie Ihre Rückkehr rechtzeitig an – damit man Sie einplant

Um rechtzeitig bei Kollegen und Vorgesetzten wieder Präsenz zu zeigen, besuchen Sie idealerweise bereits drei oder vier Wochen vor dem offiziellen Wiedereinstiegstag Ihren alten Arbeitsplatz, um beispielsweise bei anstehenden Aufträgen und Projekten gleich miteingeplant zu werden – und sich selber langsam wieder auf den Joballtag einzustimmen. Das ist besonders wichtig, wenn die Pause länger als ein Jahr gedauert hat.

Wichtig: Organisieren Sie die Betreuung Ihres Kindes rechtzeitig – und machen Sie sich auch über einen Notfallplan Gedanken, wenn das Kind krank ist – und deshalb nicht zu Tagesmutter oder Kindergarten gehen kann. Gerade bei Kleinkindern ist das leider häufiger der Fall, als den meisten Eltern lieb ist.

Signalisieren Sie rechtzeitig, ob Sie Voll- oder Teilzeit wieder einsteigen wollen – damit Ihr Arbeitgeber entsprechend planen kann.

Wie Eltern generell mit Kindern in Bewerbung und Lebenslauf umgehen, lesen Sie >>> hier 
Dieser Artikel ist erschienen am 08.07.2014

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