Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Bewerbungswiki

Wettbewerbsverbote

Viele nachträglichen Wettbewerbsverbote kommen einem Berufsverbot gleich – und sind daher unwirksam.
Das vertragliche Wettbewerbsverbot ist recht selbsterklärend: Es untersagt Arbeitnehmern, seinem Arbeitgeber Konkurrenz zu machen – und zwar solange das Arbeitsverhältnis besteht.

Wesentlich komplizierter und ein ständiger Streitpunkt an deutschen Arbeitsgerichten ist dagegen das so genannte "nachträgliche Wettbewerbsverbot". Bei solchen Klauseln im Arbeitsvertrag versucht der Arbeitgeber, auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnis zu verhindern, dass der ehemalige Mitarbeiter sein Wissen und seine Fähigkeiten bei der direkten Konkurrenz einsetzt.

Wer von vornherein plant, nicht dauerhaft in einem Unternehmen zu arbeiten, sollte den >>> Arbeitsvertrag auf etwaige nachvertragliche Wettbewerbsverbote abklopfen. Denn wer das Unternehmen nur als Karrieresprungbrett nutzen will, kann mit einem wirksamen nachvertraglichen Wettbewerbsverbot bis zu zwei Jahre nach seinem Ausscheiden daran gehindert sein, bei der Konkurrenz anzufangen. Ein neuer Arbeitgeber dürfte solch lange Wartezeiten kaum akzeptieren.

Wettbewerbsverbote häufig unwirksam

Allerdings sind sehr viele nachträgliche Wettbewerbsverbote in Arbeitsverträgen nicht zulässig, weil sie den Arbeitnehmer zu sehr in seiner grundrechtlich geschützten Berufsfreiheit einschränken – und praktisch einem Berufsverbot gleich kommen. Taucht bei den Vertragsverhandlungen zum neuen Job das Thema Wettbewerbsverbot auf, sollten Bewerber daher auf jeden Fall die Hilfe eines Fachanwalts in Anspruch nehmen, um die Klauseln und ihre Folgen prüfen zu lassen. Mitarbeitern mit einem wirksamen Wettbewerbsverbot steht zudem eine so genannte Karenzentschädigung vom bisherigen Arbeitgeber zu – für den Zeitraum des Wettbewerbsverbots.

Welche weiteren Klauseln im Arbeitsvertrag lauern, lesen Sie >>> hier

Dieser Artikel ist erschienen am 04.07.2014

Karriere | Service

Recruiting-Termine