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Bewerbungswiki

Überstunden-Pauschalklausel

"Erforderliche Überstunden sind mit dem Monatsgehalt abgegolten" – solche oder ähnliche Formulierungen findet man in vielen Arbeitsverträgen.
Allerdings hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) bereits vor einiger Zeit entschieden, dass entsprechende Klauseln zur Pauschalabgeltung von Überstunden unwirksam sind. Mittlerweile ist es daher üblich, bei neuen Arbeitsverträgen eine genaue Zahl an Überstunden festzulegen, die mit der monatlichen Vergütung abgegolten werden.

Nach der aktuellen Rechtsprechung sollten das nicht mehr als zehn Prozent der üblichen Arbeitszeit sein – also bei einer Vollzeitstelle in der Regel maximal 15 bis 16 Stunden pro Monat.

Generell ist die Obergrenze für Mehrarbeit in Deutschland gesetzlich geregelt: In Ausnahmefällen dürfen Arbeitnehmer offiziell pro Tag maximal zehn Stunden arbeiten beziehungsweise 60 Stunden pro Woche. Abweichende Regelungen können in Tarifverträgen verankert sein. Generell sollten Überstunden aber die Ausnahme und nicht zur Dauereinrichtung werden. Wer beispielsweise phasenweise wegen dringender Projekte im Job länger bleibt und auch am Wochenende arbeitet, sollte mit seinem Chef vereinbaren, in ruhigeren Phasen die geleiteten Mehrstunden auch wieder abzubauen. >>> Überstunden
Dieser Artikel ist erschienen am 06.06.2014

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