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Bewerbungswiki

Überstunden als Thema im Bewerbungsgespräch

"Sind Sie bereit, Überstunden zu leisten?"
Mit dieser brisanten Frage müssen Bewerber im Vorstellungsgespräch rechnen. Daher macht es Sinn, sich vorher ein paar Gedanken über mögliche Antworten zu machen, denn beim Thema Mehrarbeit lauern für Bewerber einige Fettnäpfchen.

Überstunden kategorisch auszuschließen, ist mit Sicherheit keine erfolgversprechende Strategie. Wer allerdings ohne Einschränkungen zustimmt, muss damit rechnen, später dann auch beim Wort genommen zu werden, gibt Karriere-Beraterin Svenja Hofert zu Bedenken.

Sie rät zu einem diplomatischen Mittelweg, dass der Jobsuchende in Ausnahmefällen, beispielsweise bei bestimmten Projekten und vor Deadlines durchaus bereit ist, auch einmal länger zu arbeiten.

Eine Frage des Zeitmanagements

Aber eben nicht immer und permanent. Ein Pauschales "Ja" zu Überstunden kann nach hinten los gehen: "Wer sagt, dass er sowieso auch bisher ständig länger im Büro gesessen hat, signalisiert damit eher, dass er ineffizient arbeitet und ein schlechtes Zeitmanagement hat – und deshalb seine Aufgaben nicht in der regulären Arbeitszeit erledigt bekommt", sagt Hofert.

Um später im Job Konflikte zu vermeiden, sollten Bewerber ruhig auf einer klaren Regelung bestehen, wie Mehrarbeit abgegolten und erfasst wird. (>>> Überstunden-Pauschalklausel)
Dieser Artikel ist erschienen am 25.06.2014

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