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Bewerbungswiki

Studienfachwechsel/Studienabbruch

Ein Wechsel des Studienfachs oder sogar ein Studienabbruch bedeuten nicht das frühe Aus der Karriere.
Wer nach ein paar Semestern an der Uni merkt, dass er entweder auf das falsche Fach gesetzt hat – oder sogar gar nicht für eine akademische Laufbahn gemacht ist, fühlt sich häufig wie ein Versager. Dabei ist er nicht alleine: Jährlich schmeißen rund 100.000 Studenten in Deutschland ihr Studium hin.

Bei Bachelor-Studenten (Link zu Bachelor) liegt die Abbrecherquote nach Daten des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) bei 28 Prozent. In technischen oder mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern sind die Anteile tendenziell sogar noch höher.

Richtungswechsel keine Katastrophe

Viele Abiturienten müssen sich heute mit gerade mal 18 Jahren für eine Fachrichtung entscheiden. Kein Wunder, dass die Zahl derer steigt, die nach einigen Semestern noch einmal ihre Meinung ändern – und ihrer beruflichen Vita eine neue Richtung geben wollen. Ein Studienfachwechsel oder gar ein kompletter Abbruch des Studiums ist daher zwar ein kleiner >>> Makel im Lebenslauf aber nicht das Ende einer beruflichen Karriere.

Besonders, wenn der Wechsel relativ frühzeitig passiert und der Bewerber noch sehr jung ist. Schließlich haben auch nicht alle Personaler oder Führungskräfte in den Unternehmen kerzengerade Lebensläufe.

Massentools wie Web-Formulare als Stolperfalle

Trotzdem müssen Bewerber mit Brüchen im Lebenslauf zumindest bei der Bewerbung über >>> Web-Formulare damit rechnen, automatisch ausgesiebt zu werden. Wer damit Probleme hat, sollte solche Standard-Bewerbungstools meiden.

Sicherlich sollten Jobsuchende auch gewappnet sein, im Vorstellungsgespräch auf ein abgebrochenes Studium oder einen Fachrichtungswechsel angesprochen zu werden. Für solche Fälle sollte man eine ehrliche und plausible Begründung parat haben.

Unter Umständen macht es sogar Sinn, gleich im >>> Anschreiben oder auf einer separaten >>> dritten Seite auf die Gründe für den Richtungswechsel einzugehen. Auf jeden Fall sollten Bewerber mit offenen Karten spielen – und Wechsel oder Abbruch >>> ehrlich im Lebenslauf dokumentieren.

Dieser Artikel ist erschienen am 13.10.2014

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