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Bewerbungswiki

Soft Skills

Weiche Faktoren sind bei Jobsuche und im Berufsleben mindestens genauso gefragt wie Fachwissen und einschlägige Ausbildung. Allerdings ist der Nachweis meist schwerer.
Teamfähig, kommunikativ, belastbar, engagiert und verantwortungsbewusst – diese Eigenschaften wünschen sich fast alle Unternehmen in ihren Stellenausschreibungen. Denn längst gehören Soft Skills – neudeutsch für weiche Faktoren wie soziale, persönliche oder methodische Kompetenz – zu wichtigen Schlüsselqualifikationen, die am Ende nicht selten das Zünglein an der Waage für Erfolg oder Misserfolg einer Bewerbung sind.

Nicht umsonst sind viele Instrumente des klassischen Auswahlverfahrens wie das >>> Vorstellungsgespräch oder auch die einzelnen Übungen im >>> Assessment-Center darauf ausgelegt, wichtige soziale Kompetenzen der Teilnehmer auszutesten.

Welche Soft Skills gefragt sind

Laut der aktuellen Staufenbiel-Studie "Jobtrends 2014" legen Personaler vor allem auf >>> Kommunikationsfähigkeit, Eigeninitiative, >>> Teamfähigkeit sowie Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit wert. Deutlich weniger gefragt sind dagegen Mobilität, Führungspotenzial, Neugier und Kontaktfreude. Kreativität und Durchsetzungsvermögen erwarten sogar nur 44 Prozent der Unternehmen von ihren Bewerbern.

Nachweis in der Bewerbung schwierig

Im Gegensatz zu den sogenannten >>> Hard Skills, die sich mit Hilfe von Zeugnissen, Zertifikaten oder Leistungstests schwarz auf weiß belegen lassen, ist es für Bewerber wesentlich herausfordernder, weiche Persönlichkeitsmerkmale überzeugend und vor allem glaubwürdig in den Unterlagen zu vermitteln. Denn bloße Allgemeinplätze, wie belastbar, engagiert und teamfähig man sei, locken Bewerber längst keinen Personaler mehr hinter dem Schreibtisch hervor.

Eine Möglichkeit ist es beispielsweise exemplarisch in Anschreiben, Lebenslauf oder auf einer separaten >>> Dritten Seite auf spezielle Projekte, Aufgaben oder auch außerberufliche Aktivitäten wie etwa ehrenamtliches Engagement einzugehen, um die dafür notwendigen Soft Skills zu unterstreichen.

Bewertungen von anderen helfen

Auch Empfehlungs- bzw. Referenzschreiben eignen sich sehr gut, dort die Soft Skills eines Bewerbers in den Fokus zu rücken. Denn im Gegensatz zu einem klassischen Arbeitszeugnis, in dem vor allem die fachlichen Qualifikationen, Kompetenzen und Erfahrungen des Arbeitnehmers – also die Hard Skills – im Mittelpunkt stehen, vermittelt ein >>> Referenzschreiben eher einen persönlichen, subjektiven Eindruck des Autoren.

Dieser Artikel ist erschienen am 13.10.2014

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