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Bewerbungswiki

Probearbeit

Die Mappe hat überzeugt und auch das Vorstellungsgespräch haben Sie gemeistert – dann gibt es in vielen Unternehmen oft noch eine weitere Hürde bis zum Jobeinstieg. Sie laden vielversprechende Kandidaten für eine oder mehrere Probearbeitstage ein.
Generell sollten Jobinteressenten diese Generalprobe nicht gleich als Ausbeutung ansehen, sondern die Chance ruhig nutzen, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Probearbeiten ist mittlerweile in vielen Branchen üblich, nicht nur im Dienstleistungssektor wie zum Beispiel bei Friseuren, Hotel- und Gastgewerbe oder Einzelhandel, sondern auch in Bürojobs, Sekretariat und Co.

Die Probearbeit hat auch für den Bewerber einige Vorteile: Er hat so auch die Möglichkeit, seinen Einsatzbereich und Aufgaben, Vorgesetzte und künftige Kollegen kennen zu lernen. Und das sollte sich ein seriöses Unternehmen auch etwas kosten lassen – und die Probearbeit nach üblichen Sätzen vergüten beziehungsweise anfallende Fahrtkosten übernehmen. Verlangt ein Unternehmen, mehr als nur einige Tage zum Probearbeiten zu erscheinen, beispielsweise einige Woche oder sogar ein oder zwei Monate, sollten bei Jobsuchenden allerdings die Alarmglocken läuten. Das riecht dann nach Ausbeutung, erst recht, wenn keine angemessene Vergütung gezahlt wird.

Rechtlich schwierig. Wer sich aus einer Festanstellung bewirbt, sollte sich allerdings eine Probearbeit gut überlegen, denn er darf rein rechtlich nicht gleichzeitig bei einem anderen Arbeitgeber arbeiten – ohne seinen Chef vorher zu informieren. Im Zweifelsfalle sollte der Bewerber das Problem beim künftigen Arbeitgeber offen ansprechen – und dort gemeinsam mit der Rechtsabteilung eine Lösung suchen.

Damit die Generalprobe im Unternehmen erfolgreich wird, sollten Sie freundlich und höflich sein, aber zugleich auch selbstbewusst. Immerhin gehören Sie zur engsten Auswahl der Jobsuchenden. Weitere Tipps, wie Sie die Probearbeitstage mit Bravour meistern, lesen Sie im Kapitel über die Probezeit. Denn was für die ersten Monate im neuen Job gilt, hilft generell auch einen guten Eindruck beim Probearbeiten zu hinterlassen.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.05.2014

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