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Bewerbungswiki

Online-Formular/Web-Formular

Massen-Tools mit Stolperfallen
Wer auf den Karriere-Seiten von Unternehmen nach Jobs und Ausbildungsplätzen recherchiert, wird früher oder später über Online-Bewerbungstools stolpern. Fast alle Dax-Konzerne (>>> Konzernbewerbung) haben diese Formulare mittlerweile in ihren Web-Karrierebereich. Die meisten lassen eine alternative Bewerbung per E-Mail oder Post gar nicht mehr zu.

Der Grund: Viele Großkonzerne erhalten täglich so viele Bewerbungen, dass sie alle nur noch mit Hilfe einer Software automatisch bearbeiten. "Das erleichtert den Unternehmen die Vorauswahl und die zentrale Bearbeitung auch über viele Standorte hinweg – oder sogar weltweit", sagt Bewerbungsexpertin Svenja Hofert.

Makel im Lebenslauf werden automatisch geortet

Die standardisierten Online-Formulare bergen allerdings einige Stolperfallen für Bewerber, denn sie ermöglichen es den Unternehmen, die Kandidaten nach beliebigen Kriterien vorzuselektieren – beispielsweise nach Studienfach, Studiendauer, Examensnote oder bestimmten Zusatz-Qualifikationen. Deshalb besteht für Bewerber bei den Web-Tools leicht die Gefahr, durchs Rost zu fallen, wenn bestimmte Anforderungen nicht erfüllt sind. "Mit Kreativität kommt man in Online-Formularen nicht weiter, sondern nur mit den Key Facts aus dem Lebenslauf sowie Schlüsselbegriffen aus dem Anschreiben", so Hofert.

Die Standard-Bewerbung per Web bietet Bewerbern auf der anderen Seite aber auch Vorteile: Sie erhalten bei Teilnahme meist einen User-Account, über den sie den Status der Bewerbung verfolgen können. Klappt es mit der angestrebten Position nicht, speichern viele Unternehmen die Daten in einem Bewerberpool – und so gibt es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Chance, eine andere Stelle zu ergattern.

So funktioniert das Ausfüllen:

Zunächst müssen in standardisierte Felder wichtige Eckdaten aus dem Lebenslauf wie Adresse, Ausbildung, Studium, Job-Stationen und Co. eingegeben werden. Dabei ist es wichtig, alle Punkte vollständig auszufüllen, denn nicht selten sortiert das Bewerberprogramm einen Kandidaten sofort aus, wenn nur eine Angabe fehlt.

Chance Freitextfeld nutzen:

Neben diesen relativ schnell und einfach auszufüllenden Datenfeldern, enthalten die Formulare Freitextfelder. Dort wollen die Unternehmen beispielsweise wissen: "Warum interessieren Sie sich für unser Unternehmen? Warum sollten wir gerade Sie einstellen? Oder: Was sollten wir über Sie wissen?" Diese Felder sollten Bewerber nutzen, um ihre persönlichen Stärken zu präsentieren.

Was beim Ausfüllen der Freitextfelder zu beachten ist, lesen Sie >>> hier

Nicht erschrecken: Bei einigen Unternehmen erwartet die Bewerber, beispielsweise um einen Ausbildungsplatz, auch ein kleiner Online-Vortest, der berufsbezogene Kompetenzen und Fähigkeiten des Bewerbers erfasst.

Die Möglichkeit, zusätzliche Bewerbungsunterlagen hochzuladen, sollten Bewerber auf jeden Fall nutzen – und beispielsweise den Lebenslauf (inklusive Foto) und einige ausgewählte >>> Zeugnisse und >>> Referenzen zu ergänzen.

Ausdrucken und verwahren:

Meist lässt sich am Ende des Formularmarathons eine Vorschau erstellen. Diese sollte sich der Bewerber ausdrucken und noch einmal sorgfältig gegenlesen, bevor er seine Daten abschickt. Und am besten sämtliche Einträge verwahren, um für ein eventuelles >>> Vorstellungsgespräch gewappnet zu sein. 
Dieser Artikel ist erschienen am 27.06.2014

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