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Bewerbungswiki

Lebenslauf (Aufbau )

red
Ein Lebenslauf muss klar gegliedert sein.
Ein tabellarischer Lebenslauf ist Standard. Er sollte klar und übersichtlich gegliedert sein – ohne gestalterischen Schnickschnack. Die meisten Textverarbeitungsprogramme besitzen einfache Formatvorlagen für Lebensläufe. Sie sind eine gute Basis.

Die Optik unterstützt die Lesefreundlichkeit.

Die gewählte Schrift sollte gut lesbar sein – und nicht zu klein, um den Lebenslauf auf Länge zu bringen. Schriftgrößen von 10 bis 12 bei den Standard-Schriftarten "Arial", "Times New Roman" oder "Verdana" sind ideal. Der Zeilenabstand sollte nicht zu eng sein. (>>> Layout)

Sprachlich sollte ein Lebenslauf kurz und knapp formuliert sein, mit Schlagwörtern und maximal stichwortartigen Aufzählungen. Der Platz für ausformulierte Sätze in den Bewerbungsunterlagen ist das >>> Anschreiben und eventuell eine >>> Extra-Seite.

Zwei verschiedene Varianten haben sich bei der Gliederung einer Vita durchgesetzt:


Beide bieten Vor- und Nachteile – und letztlich ist es Geschmackssache, für welche Art sich der Bewerber entscheidet. Auch ein Mix ist durchaus denkbar.

Wichtig: Übersichtlich bleiben!

Das gelingt am besten, wenn Bewerber ihren Werdegang mit thematischen Zwischenüberschriften gliedern.

Folgende Themenblöcke sind üblich:

A) Persönliche Daten

wie Name, Anschrift, Telefon und E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und -ort

Auf folgende private Angaben im Lebenslauf sollten Sie in der Regel eher verzichten, da sie für eine Bewerbung keine Relevanz haben: 


B) Ausbildung

Dazu gehören Schulausbildung, Berufsausbildung und/oder >>> Studium.

Faustregel: Je mehr Berufserfahrung ein Bewerber hat, desto weniger spielen Schule und Studium eine Rolle.

C) Berufserfahrung/Berufspraxis

Dazu gehören Arbeitgeber mit Ortsangabe, Berufsbezeichnung sowie jeweils eine kurze Tätigkeits- und Aufgabenbeschreibung sowie eventuelle Erfolge und wichtige Projekte. (>>> Berufspraxis)

Es ist das Herzstück des Lebenslaufs.

Dieser Block ist der wichtigste im Lebenslauf, denn er zeigt, welche fachlichen Kompetenzen und praktischen Erfahrungen der Bewerber für die angestrebte Stelle mitbringt. Er sollte daher besonders ausführlich gestaltet sein – selbst bei jungen Jobsuchenden, die bisher keine oder nur wenig Berufspraxis vorweisen können. Sie müssen versuchen, über Praktika, Nebenjobs und andere Tätigkeiten ihre Leistungsbereitschaft zu dokumentieren (>>> Bewerben ohne Erfahrung).

Mütter und Väter, die nach der Geburt ihrer Kinder in Erziehungs- bzw. Elternzeit gegangen sind, listen diese Auszeit vom Job chronologisch auf, um eine Lücke im Lebenslauf zu vermeiden.

Beispiel: 2/2010 bis 2/2011 Elternzeit

Mehr Informationen tun für die Bewerbung nichts zur Sache. Hilfreich ist es, wenn die Auszeit für die Familie beispielsweise auch für eine Fort- und Weiterbildung genutzt wurde – oder es andere berufliche Aktivitäten gab, wie beispielsweise Urlaubsvertretungen im Unternehmen. Das ist vor allem bei längeren Elternzeiten wichtig.

Was Bewerber beim Wiedereinstieg nach der Elternpause beachten sollten, lesen Sie >>> hier 

D) Praktika/Nebenjobs

Dieser Block ist vor allem wichtig für jüngere Bewerber, wie Schulabgänger oder Hochschulabsolventen. Sie können ihre >>> Praktika, Nebenjobs oder >>> Werkstudententätigkeiten aber auch unter der Überschrift "Berufspraxis" auflisten. Inhaltlich gelten die gleichen Regeln wie für Jobstationen. Berufserfahrene lassen uralt Praktika besser weg, außer ein Praktikum hat einen ganz besonderen Bezug zur angestrebten Position.

E) Fort- und Weiterbildung

Hier können Berufstätige wichtige Seminare, Kurse und Workshops auflisten, die einen Bezug zu ihrer aktuellen Tätigkeit und der Wunschposition haben, jeweils mit Name und Kurzbeschreibung des Inhalts – und eventuell erworbenem Abschluss. Das können beispielsweise spezielle Computer- oder Software-Weiterbildungen, Management- und Führungsseminare oder auch Sprachkurse sein.

Wichtig: Auch hier sollten Bewerber nur Weiterbildungen aufführen, die nicht älter als fünf Jahre sind. Wer hier nicht viel zu berichten hat, kann die ein oder zwei Kurse auch unter dem nächsten Punkt mit auflisten. (>>> Fort- und Weiterbildung)

F) Sonstige Qualifikationen/Kenntnisse

Dazu gehören beispielsweise:

  • Fremdsprachenkenntnisse 
  • Computer-, Software- und IT-Kenntnisse
  • eventuell Weiterbildung und Kurse (wenn nicht in einem separaten Kapitel)

G) Hobbies/Interessen

Hier können Bewerber einen kleinen Einblick in ihre private Freizeitgestaltung geben, sollten aber immer im Hinterkopf haben, wie eine Aktivitäten wirkt. Neben >>> Hobbies und Interessen wie beispielsweise >>> Sport, Kultur und Musik, können hier auch >>> ehrenamtliches und soziales Engagement aufgelistet werden sowie eventuell politische und Vereinsaktivitäten.

»»» Der Lebenslauf sollte Ihre persönlichen Kompetenzen und fachliche Expertise auf den Punkt bringen. Suchen Sie sich daher auch den besten Job, in dem Sie Ihr Können voll einbringen.
Damit Ihnen keine interessante Ausschreibung entgeht, nutzen Sie doch den persönlichen JobAgenten von karriere.de. Er durchsucht täglich den gesamten Jobmarkt gezielt nach Ihren Wunschjobs. Sie wählen dazu einfach Ihren individuellen Jobbereich und erhalten alle relevanten Jobs per Mail.

Dieser Artikel ist erschienen am 17.02.2014

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