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Bewerbungswiki

Kündigung im Lebenslauf

Wer sich nach einer Kündigung um eine neue Stelle bewirbt, sollte nach vorne blicken – und sich von dem beruflichen Rückschlag nicht entmutigen lassen.
Gekündigt. Für viele Arbeitnehmer ist diese Nachricht erstmal ein Schock – und ein Einschnitt im Berufsleben. Aber gerade heutzutage ist eine Kündigung längst kein so großes Manko im Lebenslauf mehr.

Trotzdem sollten Bewerber, die sich nach einer Kündigung – also aus der Arbeitslosigkeit heraus bewerben – nicht gleich im Anschreiben oder Lebenslauf den Personaler ganz offen mit dieser Tatsache konfrontieren.

Tipps, wie arbeitslose Bewerber ihre Situation am besten in den Bewerbungsunterlagen verkaufen bzw. kaschieren, lesen Sie >>> hier

Kündigungsgrund entscheidend

Ob eine Kündigung die Jobsuche erschwert und zum Makel in der Vita wird, hängt vor allem mit dem Kündigungsgrund zusammen. Glück im Unglück haben Angestellte, die aufgrund von Umstrukturierungen im Unternehmen, der Schließung einer Abteilung oder Niederlassung oder gar der Insolvenz des Arbeitgebers ihren Job verlieren. Solche "betriebsbedingten Kündigungen" sind unverschuldet – und werfen daher auch kein schlechtes Licht auf den Bewerber. Häufig wird der Trennungsgrund in diesem Fall auch am Ende des >>> Arbeitszeugnisses explizit genannt, um offene Fragen des Personalers im Keim zu ersticken. 

Selbstverschuldet ist erklärungsbedürftig

Wer selbstverschuldet die Kündigung erhält oder die Probezeit nicht übersteht (>>> Kündigung in Probezeit), kommt spätestens im Vorstellungsgespräch unter Rechtfertigungszwang. Im Lebenslauf kann ein Bewerber vielleicht einfach die Fakten sprechen lassen – und angeben, wann das letzte Arbeitsverhältnis geendet hat – ohne Gründe zu nennen.

Doch spätestens im Jobinterview wird das Gros der Personaler nachhaken, warum man das Unternehmen verlassen hat.

Lügen ist dann keine Alternative, die Gefahr, dass die Wahrheit doch ans Licht kommt, ist groß. Gerade heutzutage, wo die meisten Berufstätigen in den >>> Business-Netzwerken aktiv sind. Eine schlechte Strategie ist es auch, die Schuld für die Kündigung auf andere zu schieben – etwa auf den tyrannischen Chef, die mobbenden Kollegen oder die anspruchsvollen Kunden.

Beste Taktik: Sachlich bleiben. Die Kündigung kurz erwähnen, ohne auf Details einzugehen. Weglassen, aber nicht Lügen heißt die Devise – und sich nicht zu viel für die Vergangenheit rechtfertigen. Im Jobinterview am besten direkt auf die aktuelle Situation und Ihre Qualifikationen für die neue Position in den Fokus rücken – und damit zeigen, dass man motiviert ist, im neuen Job sein Bestes zu geben.

Tipp: Wer aufgrund etwa schlechter Leistungen, Unpünktlichkeit oder verhaltensbedingt gekündigt wurde, sollte sein Arbeitszeugnis nach dem Rauswurf besonders unter die Lupe nehmen – und am besten von einem Experten checken lassen. Selbst vermeintlich wohlwollende Formulierungen entpuppen sich nicht selten als verklausulierte Hinweise auf Fehlverhalten oder unzureichende Arbeitsleistung. (>>> Geheimcodes)
Dieser Artikel ist erschienen am 02.07.2014

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