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Fachkräftemangel

In gut 100 Berufen ist der viel zitierte Fachkräftemangel bereits Realität – so eine aktuelle Studie des Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).
Danach gibt es in 106 von 580 analysierten Berufen in Deutschland bereits seit zwei Jahren kontinuierlich weniger Arbeitslose als freie Stellen. Besonders groß ist der Mangel an Fachkräften in technischen Berufen, in der Informatik und im Gesundheitsbereich. Demnach kamen zwischen September 2011 und August 2013 auf 100 Gesuche nach Fachkrankenpflegern durchschnittlich nur 29 arbeitslos gemeldete Pfleger. Ähnlich sah es bei Kältetechnikern (33 Arbeitslose), Altenpflegern (34), Bauelektrikern (40) und Mechatronikern (42) aus.

Bei den Akademikern gibt es laut der Studie in den sogenannten MINT-Berufen, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik umfassen, besonders große Engpässe. So kamen auf 100 Stellenangebote für Elektrotechniker lediglich 55 Arbeitslose, bei Luft- und Raumfahrttechnikern waren es 57 und bei den Informatikern 61 Arbeitslose.

Ein Trend der sich weiter fortsetzen wird: Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland wird nach einer Prognose der Bundesagentur für Arbeit die Zahl der Erwerbspersonen hierzulande bis zum Jahr 2025 um rund 6,5 Millionen Personen sinken – und damit auch das Angebot an Fachkräften. Bereits bis zum Jahr 2020 werden nach Berechnungen des Instituts zur Zukunft der Arbeit rund 240.000 Ingenieure in Deutschland fehlen.
Dieser Artikel ist erschienen am 29.04.2014

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