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Bewerbungswiki

Elternschaft | Kinder | Nachwuchs

Eltern müssen ihren Nachwuchs nicht im Lebenslauf erwähnen.
Kinder im Lebenslauf nennen oder nicht: Darüber streiten sich die Karriere-Experten. Letztlich ist es Geschmackssache; Pflicht ist es nicht, genauso wie andere Angaben zum Privatleben, etwa der >>> Familienstand.

Denn schließlich sollte bei der Bewerbung vor allem die fachlichen Qualifikation eine Rolle spielen – theoretisch.

Auf der anderen Seite sind viele Eltern – vor allem mit Kleinkindern, darauf angewiesen, nachmittags pünktlich das Büro verlassen zu können, um den Nachwuchs bei Tagesmutter oder Kita abzuholen. Wer einen Arbeitgeber hat, der dafür keinerlei Verständnis hat, wird sicherlich in seinem neuen Job nicht auf Dauer glücklich sein.

Einigkeit besteht darin, möglichst schweigsam beim Thema Elternschaft zu sein.

Wer Tochter/Sohn im >>> Lebenslauf erwähnen möchte, lässt auf jeden Fall die Vornamen weg – und bei Kleinkindern besser auch das Alter. Wenn ein Personaler liest, dass beispielsweise eine junge Bewerberin zwei Kindergartenkinder zuhause hat, sieht er im Geiste schon reihenweise Krankmeldungen wegen Mittelohrentzündungen, Windpocken und Scharlach auf seinen Schreibtisch flattern.

Im Jobinterview nicht zu privat werden

Auch wenn der Nachwuchs Ihr ganzer Stolz ist: Halten Sie sich im >>> Vorstellungsgespräch mit ausführlichen Berichten über Ihre Kinder zurück. Es könnte sonst der Eindruck entstehen, Sie nehmen Ihren Job nicht ernst.

Besser: Die Kinder kurz erwähnen und bei Kleinkindern auf Nachfrage vielleicht noch, das die Betreuung während der Arbeitszeit problemlos ist und Sie über ein gutes Netzwerk (z.B. Großeltern, Tanten, Freunde) auch für den Not- bzw. Krankheitsfall verfügen. Dann wieder zum eigentlichen Thema des Bewerbungsgesprächs – nämlich zu Ihren Kompetenzen und Stärken für die angestrebte Position überleiten. Denn das sollte auch für Eltern der Fokus sein – zumindest im Jobinterview.

Wie Sie damit umgehen, wenn Sie während des Bewerbungsprozesses schwanger werden, lesen Sie >>> hier
Dieser Artikel ist erschienen am 07.07.2014

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