Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Wie bewerbe ich mich richtig: das Bewerbungsfoto
Foto: Jürgen Fälchle/Fotolia.com
Bewerbungswiki

Bewerbungsfoto

red
Das perfekte Bewerbungsfoto überzeugt den Betrachter auf den ersten Blick: mit Sympathie und Kompetenz.
Der potenzielle Arbeitgeber soll sich "im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von Ihnen machen", so beschreibt es das Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader.

Obwohl durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz kein Unternehmen ein Bewerbungsfoto anfordern darf, ist es dennoch üblich, ein Bewerbungsfoto mit einzureichen.

Eines gleich vorneweg: Ein professionelles Foto wertet jede Bewerbung auf, ein schlechtes oder gar schlampiges wird hingegen schnell zum Ausschlusskriterium. Deshalb ist es umso wichtiger, auf gute Qualität zu setzen. Absolut tabu sind private Schnappschüsse oder Passbilder aus dem Automaten. Ein Bewerbungsfoto sollte unbedingt bei einem Fotografen gemacht werden – nur dann ist es eine Investition, die sich lohnt.

Alles hängt also von der Wahl des Fotografen ab:
Ein guter Fotograf hat Erfahrung mit Karrierefotos und kann an gelungenen Beispiele zeigen, worauf es ankommt. Er wird den Bewerber fragen, für welche Branche und welchen Job er sich bewirbt. Außerdem wird er bei einem Vorbereitungsgespräch Themen wie Kleidung, Frisur, Schmuck und Make-Up ansprechen. Bewerber sollten auf jeden Fall mehrere Outfits zum Fototermin mitbringen können.

Der Fotograf nimmt sich genug Zeit – um den Kandidaten ins rechte Licht zu rücken und wählt das Ergebnis anschließend gemeinsam mit dem Kunden aus.

Das richtige Outfit

Bei der Auswahl der Kleidung kommt es darauf an, für welche Branche oder welchen Job man sich bewirbt. In einer Werbeagentur sind kreative Menschen gefragt, während bei einer Bank die seriöse Ausstrahlung zählt. Die Selbstpräsentation der Firma – beispielsweise auf der Firmenhomepage – verschafft einen ersten Eindruck, wie das Unternehmen seine Mitarbeiter sehen möchte.

Gute Fotografen wissen um die Bedeutung der Kleidung und geben ihre Erfahrung weiter. Die Faustregel lautet: Lieber zu schick als zu leger! Mit gedeckten dunkleren Farben, bei Frauen Bluse und Blazer, bei Männern Hemd, Krawatte und Jackett sind Bewerber aber immer auf der sicheren Seite. Frauen sollten darauf achten, nicht zu viel Haut zu zeigen und ein dezentes Make-Up aufzutragen.

Der Blick muss direkt in die Kamera gerichtet sein – das weckt Vertrauen. Das Lächeln sollte freundlich und nicht verkrampft, aufgesetzt oder künstlich wirken. Es darf selbstbewusst, aber nicht arrogant oder frech aussehen.

Die Körperhaltung ist aufrecht und auf einer Augenhöhe mit der Kamera. Ein guter Fotograf wird den Bewerber zu genau so einem sympathischen und professionellen Auftritt hinleiten.

Das perfekte Bild ist endlich fertig, und nun wohin damit?

Klassisch wird das Bewerbungsfoto oben rechts auf dem >>> Lebenslauf angebracht. Moderne Formate sind das Porträtfoto im Hoch- (3:4) oder Querformat (4:3).

Das hochformatige Foto sollte vier bis fünf Zentimeter breit und fünf bis sieben Zentimeter hoch sein und den Kopf, die Schultern und noch ein Teil des Oberkörpers zeigen.

Außerdem muss der Bewerber vor allem bei >>> Online-Bewerbungen unbedingt auf eine hohe Auflösung achten. Ein Testdruck, der ohnehin zur Kontrolle selbstverständlich sein sollte, zeigt, ob das Foto auch nach dem Ausdrucken noch gut zu erkennen ist. Um die Wirkung des Fotos zu verstärken, kann das Foto auch auf einem zusätzlichen Deckblatt platziert werden. Dort kann es noch größer sein und sollte mittig oder im oberen Drittel befestigt werden.

Bei der klassischen >>> Papierbewerbung wird das Bild mit einem Kleber befestigt, der sich leicht vom Papier lösen lässt. Büroklammern sollten vermieden werden. Auf die Rückseite des Fotos gehören der Name und die Telefonnummer.

Ganz schön bunt

Bewerber sind oftmals unschlüssig, ob sie ein Bewerbungsfoto in Farbe oder schwarz-weiß möchten. Fotografiert wird grundsätzlich erst einmal alles in Farbe, anschließend können die Bilder in Schwarz-Weiß konvertiert werden.

Optimal ist es, wenn der Fotograf dem Bewerber beide Varianten aushändigt und ihn darüber informiert, in welchen Fällen welche Farbwahl zu favorisieren ist.

>>> Checkliste Bewerbungsfoto

Dieser Artikel ist erschienen am 05.02.2014

Karriere | Service

Kostenloser Leitfaden

Recruiting-Termine