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Bewerbungswiki

Bewerbungsflyer

Mini-Bewerbung "to go".
Der Bewerbungsflyer ist ein recht neues Werbeinstrument, dass sich aber vor allem für den Einsatz bei Jobmessen und Recruiting-Events immer mehr durchsetzt. Denn bei diesen Veranstaltungen macht es mehr Sinn, mit einer Kurzbewerbung zum Aufklappen auf einen Blick zu überzeugen, als mit einer umfangreichen Mappe inklusive ausformuliertem Anschreiben. Mal abgesehen von den Kosten, ist der Flyer eine gute Möglichkeit, kurz und prägnant die eigenen Qualifikationen und Kompetenzen zu präsentieren. (>>> Werbung in eigener Sache)

Werbung in eigener Sache – so funktioniert's:

Für die Gliederung bietet sich beispielsweise ein DIN A 4 Blatt mit jeweils drei Spalten an, das nach dem Ausdrucken entsprechend gefaltet wird. Die größte Herausforderung ist, mit möglichst wenig Text möglichst viel Inhalt zu transportieren – und das Gegenüber neugierig auf mehr zu machen.

Das darf nicht fehlen:
  • Bewerbungsfoto
  • Name und Kontaktdaten
  • angestrebte Position oder Ausbildungsberuf
  • aktueller Arbeitsbereich und Kompetenzschwerpunkt bzw.
  • Schul- oder Hochschulabschluss

Idealerweise startet man mit Name, Foto und den wichtigsten Schlüssel-Qualifikationen in der ersten Spalte, die später die erste Seite des Flyers wird.

Eckdaten aus dem Lebenslauf folgen in der zweiten Spalte – und weiterführende Hintergrundinformationen können auf der dritten Spalte – analog zur >>> Dritten Seite untergebracht werden. Das können Zusatz-Qualifikationen oder auch ein Motivationsschreiben sein, warum man beispielsweise einen Ausbildungsplatz als Buchhändlerin oder Mechatroniker sucht. Generell können Bewerber hier ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Nur: Übersichtlich und knapp formuliert sollte es sein.

Top für Kreative und Selbstständige:
Besonders geeignet sind Bewerbungsflyer für kreative Berufe, wie Grafiker, Designer, Fotografen, Architekten und Marketing- und Werbefachleute. Sie können praktisch mit der Mini-Bewerbung bereits ihre erste Arbeitsprobe abliefern. Und auch für >>> Selbstständige und Freiberufler, die neue Auftraggeber an Land ziehen wollen, ist ein solcher Flyer eine gute Werbung auf Kontaktmessen und Fachtagungen. 

Nur mit Qualität lässt sich punkten:
Beim Ausdruck lohnt sich, je nach Qualität des heimischen Druckers, der Weg in einen Copyshop und die Investition in hochwertiges Papier. Sonst kann man sich die Mühe auch gleich ganz sparen.

Wichtig:
Der Bewerbungsflyer ersetzt keine vollständige >>> Bewerbungsmappe. Die sollten Jobsuchende, beispielsweise nach dem Erstkontakt bei einer Jobmesse, zeitnah folgen lassen. Dann idealerweise auf das Wunschunternehmen und die angestrebte Position zugeschnitten – und an einen konkreten Ansprechpartner adressiert.

Nicht ohne ein paar Worte:
Den fertigen Flyer auf einer Jobmesse kommentarlos an möglichst viele Unternehmen zu verteilen, bringt allerdings wenig. Bewerber sollten sich im Vorfeld ihre ganz persönlichen Favoriten ins Visier nehmen – und dort gezielt mit einem der anwesenden Unternehmensvertreter ins Gespräch kommen. Im Zuge der Unterhaltung ist dann die perfekte Gelegenheit, gezielt das Werbeprospekt in eigener Sache an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Denn nur so sammeln Sie wichtige Kontakte und Anknüpfungspunkte für die nachfolgende Bewerbung.

Was beim Besuch von Jobmessen und Recruiting-Events zu beachten ist, lesen Sie >>> hier 

Noch kürzer:
Spezielle Visitenkarten für Bewerber.

Was sich dahinter verbirgt und für wen sie in Frage kommen lesen Sie >>> hier


Dieser Artikel ist erschienen am 27.06.2014

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