Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Bewerbungswiki

Ausbildungszeugnis

Auch Azubis haben ein Recht auf ein Arbeitszeugnis, das ihre Leistung beurteilt.
Ein Ausbildungszeugnis nach erfolgreich abgeschlossener Lehre steht jedem Azubi zu. Und auf dieses Recht sollten junge Bewerber auf jeden Fall pochen, um sich nach der Ausbildung bei einem anderen Unternehmen bewerben zu können – wenn man nicht das Glück hat, vom Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden.

Neben >>> Anschreiben und >>> Lebenslauf ist das Ausbildungszeugnis das wichtigste Dokument für die >>> Bewerbungsmappe. Es sollte daher sorgfältig aufbewahrt und niemals als Original, sondern immer nur als saubere Kopie oder Scan per Mail an potenzielle Arbeitgeber raus geschickt werden.

Anspruch auf das Arbeitszeugnis haben Auszubildende sofort nach Beendigung der Lehre.

Eine gesetzliche Frist ist nicht festgelegt; spätestens ein bis zwei Wochen nach dem letzten Arbeitstag sollten Sie aber auf jeden Fall nachhaken. Der Arbeitgeber hat kein Zurückbehaltungsrecht, das heißt, er darf das Zeugnis also nicht als Druckmittel unter Verschluss halten, weil der Azubi beispielsweise noch einen Schlüssel oder ein Diensthandy abgeben muss.

Zwischenzeugnis für weitere Bewerbungen

Wenn schon relativ früh klar ist, dass Sie nach der Ausbildung nicht übernommen werden, können Sie auch schon vor Ende der Lehre ein >>> Zwischenzeugnis vom Arbeitgeber verlangen, um sich rechtzeitig um eine Anschlussanstellung bewerben zu können. Das Zwischenzeugnis dient dann am Ende als Grundlage für das endgültige Ausbildungszeugnis.

Bedauern hilft. Für das Ausbildungszeugnis gelten die gleichen Regeln wie für ein >>> qualifiziertes Arbeitszeugnis. Das heißt, es sollten nicht nur Einsatzbereiche, Aufgaben und Tätigkeiten aufgelistet werden, sondern auch die gesamte Arbeitsleistung beurteilt werden. Einige Sätze zu Sozialverhalten und Soft Skills runden in der Regel ein Arbeitszeugnis ab. Hilfreich ist auch ein kurzer Hinweis, dass beispielsweise aus betriebsbedingten Gründen eine Übernahme nach der Ausbildung nicht möglich war, der Arbeitgeber das aber sehr bedauert. Dann wird klar, dass es nicht an der Leistungsbereitschaft und fachlichen Kompetenz des Auszubildenden lag, dass die Zusammenarbeit nicht fortgeführt wurde. (>>> Arbeitszeugnis)
Dieser Artikel ist erschienen am 02.07.2014

Karriere | Service

Recruiting-Termine