Diese Frage stellt sich jeder Arbeitnehmer auf Jobsuche. Schließlich muss er bei der Bewerbung seinen Lebenslauf vorlegen. Und dieser kann Pflicht und Kür zugleich sein. Welche Formen gängig sind, was rein gehört und was lieber nicht, zeigt unser Überblick.
Egal ob Stichpunktesammlung oder Aufsatzform – es gibt wohl niemanden, der gern einen Lebenslauf schreibt. Je älter man wird und je mehr berufliche Stationen sich im Erwerbsleben gesammelt haben, desto größer ist die Herausforderung. Was kann und was muss in einen Lebenslauf – und was sollte auf gar keinen Fall erwähnt werden? Wo darf geschönt werden und welche Floskeln führen sofort ins Aus?Grundsätzlich gilt: Der Lebenslauf sollte so aussagekräftig wie möglich und sowohl auf den Bewerber als auch auf die Stelle, auf die man sich bewirbt, ausgerichtet sein. Er ist Werbemittel und Arbeitsprobe. Die Fakten müssen stimmen, der Text sollte leicht lesbar sein: klare, knappe, prägnante Sätze, ein übersichtliches Design, eine deutliche Gliederung. Mehr gibt es eigentlich nicht zu beachten, alles andere ist so individuell wie der Bewerber, die Stelle, die Branche und der Personaler.Formen des Lebenslaufs Der klassische Lebenslauf, der in einem Fließtext die wichtigsten Stationen festhält, ist aus der Mode gekommen. Die kurze Tabellenform ist die Norm. Sie bietet einen Überblick über die wichtigsten beruflichen Daten eines Bewerbers und ist zeitsparend sowie leserfreundlich für den Personaler. Besonders beliebt ist die amerikanische Version des Curriculum Vitae. Dabei steht die aktuelle Station an erster Stelle, die anderen folgen chronologisch rückwärts. Wer viele Stationen vorzuweisen hat und einige Berufsjahre an Erfahrung mitbringt, endet mit dem Studienabschluss, allenfalls dem Abitur.Jugendliche und junge Erwachsene, die sich auf eine Ausbildungsstelle, einen Studienplatz oder ein Praktikum bewerben, können ihren Lebenslauf hingegen chronologisch gestalten. Das stellt die bisherige Entwicklung heraus. Je nach Alter und Anzahl der bisherigen beruflichen Stationen, sollte abgewogen werden, welche als notwendig anzugeben sind.Das gilt besonders für Absolventen, die sich um den ersten Job bewerben. Sie haben meist schon viele Praktika, Auslandsaufenthalte, befristete oder freiberufliche Tätigkeiten absolviert. Je nachdem, was man unterstreichen möchte, ist abzuwägen, ob eine chronologische Reihenfolge oder die amerikanische Variante sinnvoll erscheint.Zusätzlich zum Lebenslauf hat sich in jüngster Zeit die sogenannte dritte Seite im Bewerbungsschreiben etabliert – ein Motivationsschreiben, das besonders für akademische Stellen verwendet wird. Das Schreiben legt in einer straffen, kohärenten Argumentation dar, warum sich der Bewerber ausgerechnet auf diesen Job bewirbt. Einsteiger betonen, welche berufliche Entwicklung sie nehmen wollen, Führungskräfte punkten mit einer klar fokussierten Leistungsbilanz und auch für die meisten anderen Jobs eignet sich die dritte Seite. Sie kann sich beispielsweise auf Projekte und Arbeiten in vergangenen Jobs beziehen.
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Foto: G. Altmann/Pixelio
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