Jobsuche

Wählerische Bewerber

Zeit.de / Tina Groll
Wer einen neuen Job sucht, schaut sich oft zuallererst im Netz um. Soziale Netzwerke gewinnen dabei an Bedeutung – für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Foto: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com/Pixelio

Hippe Karriereseite?

Malte Schuster ist auf Jobsuche. Stellenanzeigen in Zeitungen liest der junge Ingenieur aber so gut wie gar nicht. Stattdessen besucht er die Webseiten der Unternehmen, die ihn interessieren.

Entscheidend für ihn ist der Ruf des Unternehmens als Arbeitgeber und welchen Eindruck die Karriereseite macht. Sind die offenen Stellen schnell zu finden? Sind sie präzise beschrieben? Bietet das Unternehmen eine klare Übersicht über Entwicklungs- und Aufstiegschancen für junge Talente? Und wer sind die Leute, die dort arbeiten?

"Ich prüfe auch, ob das Unternehmen ein Facebook-Profil hat, und ob da auch Mitarbeiter schreiben", erzählt der 28 Jährige. Je offener sich das Unternehmen zeigt und je authentischer die Kommunikation wirkt, desto attraktiver wird es für ihn als möglicher Arbeitgeber.

Wichtig für Bewerber:
Unternehmen sollen jung unterwegs sein


Wie Schuster bewerten viele junge Fach- und Führungskräfte die Attraktivität von Arbeitgebern anhand ihrer Aktivität in sozialen Netzwerken, ergab jüngst eine Studie zur Wirkung von Social Media im Personalmarketing, die die Wiesbaden Business School zusammen mit dem Unternehmen Embrander durchgeführt hat.

Bislang nutzen vor allem große Konzerne soziale Netzwerke, um für sich als beliebte Arbeitgeber zu werben und auf diese Weise für junge Fachkräfte interessant zu werden. "Kleine und mittelständische Unternehmen halten sich bei Social Media noch zurück, aber ihnen fehlen oft einfach die Kapazitäten dafür", sagt Florian Schreckenbach, einer der Autoren der Studie.

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