Ratgeber

Online-Bewerbung: Klick und weg

Katja Stricker
Diese Felder sollten Bewerber nutzen, um ihre persönlichen Stärken zu präsentieren. Und die haben auch schon Abiturienten. „Je nach Stellenausschreibung können Schülerpraktika, Auslandsaufenthalte und Nebenjobs, aber auch Mitgliedschaften in Vereinen und Schul-AGs oder auch die Gründung einer Schülerfirma das Interesse des Personalers wecken", sagt Hofert. Wichtig: In den Freifeldern der Online-Tools nicht nur stichwortartig schreiben, sondern die Sätze vollständig ausformulieren.Nicht erschrecken: Bei einigen Unternehmen, zum Beispiel Siemens, erwartet die Bewerber um einen Ausbildungsplatz am Ende des Formulars ein kleiner Online-Vortest, der berufsbezogene Kompetenzen und Fähigkeiten des Bewerbers erfasst.Meist lässt sich am Ende des Formularmarathons eine Vorschau erstellen. Diese sollte sich der Bewerber ausdrucken und noch einmal gegenlesen, bevor er seine Daten abschickt. Und am besten sämtliche Einträge verwahren, um für ein eventuelles Vorstellungsgespräch gewappnet zu sein.E-Mail-BewerbungViele Unternehmen geben in Stellenanzeigen mittlerweile die Mailadresse eines Ansprechpartners an und freuen sich über Bewerbungen per E-Mail. Der Mail-Text sollte das Anschreiben enthalten. Lebenslauf, Zeugnis und eventuelle Praktikumsnachweise werden angefügt. Günstig ist es zudem, auch das Anschreiben zusätzlich als PDF-Dokument beizufügen, so hat der Personaler die Möglichkeit, alle Unterlagen ordentlich formatiert auszudrucken.In den Personalabteilungen gehen täglich Dutzende Mails ein. Um die Einordnung zu erleichtern, sollten Bewerber die Betreffzeile ihrer Mail möglichst konkret ausfüllen. Besser als das pure Schlagwort „Bewerbung" ist es, möglichst genau zu werden, etwa „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Industriekauffrau", oder auf eine konkrete Stellenanzeige Bezug zu nehmen. So kann die Mail schneller zugeordnet werden. Um zu vermeiden, dass die Bewerbungsmail sofort in den virtuellen Papierkorb wandert, sollte man anonyme Sammeladressen wie info@musterfirma.de meiden.Auch wenn der Umgangston in privaten Mails oder im Chat auf Schüler-VZ locker ist, in einer Online-Bewerbung haben flappsige Formulierungen, Abkürzungen, Smileys und ähnliches absolut nichts verloren. Sehr unprofessionell wirken auch Mailadressen wie mausi90@ oder superheldxxl@.Langweilig und seriös ist in diesem Fall die bessere Wahl, daher zum Beispiel vorname.nachname wählen. Und für Bewerbungen möglichst ein Mailprogramm benutzen. „Mails von kostenlosen Webmailprovidern wie Hotmail, GMX und Web.de landen bei großen Firmen nicht selten ungeöffnet im Spamfilter", gibt Karriereberaterin Hofert zu bedenken. Und nicht vergessen, auch bei der Bewerbung per Mail sämtliche Kontaktdaten wie Adresse und Telefonnummern (Festnetz und Mobil) mit anzugeben – am besten am Ende der Mail.AttachmentsUm Probleme beim Öffnen von Lebenslauf, Zeugnissen und Co. zu vermeiden, sollten Bewerber auf Experimente bei den Formaten verzichten und nur Anhänge im PDF-Format verwenden. Der Vorteil: Die kann in der Regel wirklich jeder öffnen und Formatierungen gehen nicht verloren. „Nur keine aufwendigen Powerpoint-Präsentationen oder ähnliches verschicken", warnt Hofert. Die bereiten unter Umständen Probleme beim Öffnen und verstopfen je nach Größe auch noch den Posteingang des Personalers.Klick – und wegIst das Online-Formular oder die Mail-Bewerbung abgeschickt, heißt es warten. „Zumindest eine Eingangsbestätigung sollte innerhalb einer Woche kommen", sagt Expertin Svenja Hofert, „sonst darf der Bewerber ruhig telefonisch nachhaken oder die Mail eventuell noch einmal schicken." Anrufen hat bei großen Firmen allerdings nur Sinn, wenn man den konkreten Namen eines zuständigen Ansprechpartners kennt. Nummer und Namen finden sich häufig auf den Karriere-Webseiten der Unternehmen oder bei der Stellenausschreibung.Lesen Sie mehr zum Thema "Jobsuche und Internet":
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Dieser Artikel ist erschienen am 17.06.2010

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