Sie können Entscheidungen treffen, ein Team mit verschiedenen Charakteren leiten und Widerständen trotzen? Dann haben Sie die besten Voraussetzungen für eine neue Herausforderung auf Führungebene.
Warum wollen Sie überhaupt Chef werden? Dass das Gehalt einer Führungskraft zu mindestens 50 Prozent aus Schmerzensgeld besteht, bestätigen uns die Führungskräfte, die wir beraten, immer wieder. Gerade aktuell gilt: Der Druck ist hoch, die Stimmung schlecht. Kosten müssen mit der Brechstange gesenkt werden, Kurzarbeit und Entlassungen verschlechtern das Arbeitsklima. Hinzu kommt die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz.Wer sich von diesem negativen Eingangsszenario nicht abhalten lässt, sondern feststellt, dass alles doch gar nicht so schlimm sei und in jeder Krise auch eine Chance läge, man als Führungskraft eben auch fordernde Situationen bestehen müsse, hat den ersten Test auf dem Weg nach oben schon bestanden. Denn wer sich heute noch dazu entschließt, Führungsverantwortung zu übernehmen, sollte ein dickes Fell mitbringen, mit Widerständen umgehen können und bereit sein, seinem Umfeld auch unangenehme Wahrheiten mitzuteilen.Wichtig für die Karriere: Mentoren, Netzwerke, Nervenstärke und AusdauerGlücklicherweise ist das nur die eine Seite der Führungsarbeit. Die Mehrheit der Führungskräfte schätzt an ihrem Job, dass sie ihre Macherqualitäten ausleben können. Wenn sich der gewünschte Erfolg einstellt, macht es durchaus zufrieden, neue Strategien zu entwickeln, deren Umsetzung zu begleiten, Arbeitsabläufe zu optimieren, zu kommunizieren und zu präsentieren.Mit Ihrer Reflexion dieser Vor -und Nachteile des Führungsjobs vollziehen Sie bereits den ersten Schritt einer tragfähigen Bewerbungsstrategie. Klären Sie intensiv für sich: Kenne ich Führungskräfte, an denen ich mich orientieren kann? Möchte ich wirklich Führungsverantwortung übernehmen, und zwar dauerhaft? Welche Nebenwirkungen bringt der Führungsjob, speziell für mich, mit sich?Weiter benötigen Sie Karrierehelfer, insbesondere dann, wenn der Aufstieg intern erfolgen soll. Gibt es beim momentanen Arbeitgeber passende Führungspositionen, die in nächster Zeit frei werden? Weiß man in der Personalabteilung, dass Sie mittelfristig einen Karriereschritt anstreben?Zum unvermuteten Karrierebremser entwickelt sich in der Praxis oft der direkte Vorgesetzte. Gerade weil Sie schon jetzt sehr engagiert und über die üblichen Arbeitszeiten hinaus arbeiten, möchte dieser Sie vielleicht gar nicht davonziehen lassen. Bauen Sie deshalb eigene Netzwerke im Unternehmen auf oder bewerben Sie sich extern. Rechnen Sie damit, dass Ihr Wunsch nach mehr Verantwortung vom Fachvorgesetzten als Aufkündigung einer vertrauensvollen Arbeitsbeziehung missverstanden werden könnte.Ihre überdurchschnittliche Leistungsorientierung können Sie in Ihrem Lebenslauf, im Jobinterview und beim Karriere-Talk mit Unterstützern überzeugend mit einem beständig wachsenden Aufgabenfeld im Tagesgeschäft und mit erfolgreicher Projektarbeit belegen. Auf die knifflige Frage "Sie haben ja bisher keine Führungsverantwortung gehabt, oder?" können Sie dann souverän antworten mit: "Ich durfte zunächst in kleineren Projektgruppen mitarbeiten. Da meine Ergebnisse überzeugten, konnte ich dann eigene Projektteams verantwortlich führen. So habe ich beispielsweise in Abstimmung mit Rechnungswesen und Vertrieb ein neues Kennzahlensystem für ein effektiveres Forderungsmanagement etabliert."
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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