Zur herkömmlichen Bewerbung gibt es viele Alternativen. Mit Initiative finden Sie über Ex-Kollegen, Fachmessen oder Online-Netze einen Job. Es gilt: Idee schlägt Konvention.
Wer sich bei einer Firma ins Gespräch bringen will, muss bereit sein, Neues auszuprobieren. Eine kreative Kontaktaufnahme ist aber nur dann erfolgreich, wenn Sie sie strategisch angehen. Zunächst also sollten Sie klären, was Sie zu bieten haben. Geben Sie sich ein individuelles berufliches Profil: Achten Sie darauf, dass ein eindeutiger Nutzen für die Firmen, die Sie ansprechen, zu erkennen ist. Machen Sie Ihre individuellen Stärken sowohl argumentativ deutlich als auch körpersprachlich sichtbar. Ist diese Vorarbeit getan, können Sie loslegen und einen Plan entwerfen.Welche Kontakte wollen Sie knüpfen?Wen können Sie bei welcher Gelegenheit ansprechen? Welche Kontakte wollen Sie knüpfen? Wer könnte Ihre Karriere beflügeln? Große Veranstaltungen wie die Hannover Messe, auf der sich im April die Technologie-Branche trifft, sind genauso gut geeignet wie branchenspezifische, kleinere Messen, um sich direkt ins Gespräch zu bringen. Im Gegensatz zu Karrieremessen und Kontakttagen an den Hochschulen, werden Sie hier weniger auf Personalverantwortliche, sondern eher auf Fachexperten treffen. Vorsicht, stellen Sie Ihre Bewerbungsabsichten nicht gleich zur Schau.Thematisieren Sie zunächst Ihr Interesse an den allgemeinen Entwicklungen in der Branche, den Entwicklungen der Zukunft oder an Produkten der Firma. Entwickelt sich das Gespräch positiv, können Sie zu erkennen geben, dass Sie grundsätzlich an einer Mitarbeit interessiert sind. Lassen Sie dabei wichtige Stichworte Ihres Profils einfließen. Beenden Sie den Kontaktversuch, indem Sie Ihren Ansprechpartner um eine Visitenkarte bitten.Und fragen Sie, ob Sie Ihre Bewerbungsunterlagen zuschicken dürfen. Berufseinsteiger ermuntern wir dazu, bei derartigen Gelegenheiten ruhig einmal den Gesprächspartner zu fragen, wie er nach der Hochschule den Weg in die erste Firma geschafft hat. Je mehr Ihr Gegenüber über Persönliches spricht, desto mehr Tiefe bekommt Ihr Gespräch. Im Idealfall haben Sie am Ende den wichtigen ersten Direktkontakt ins Unternehmen aufgebaut.Der perfekte TüröffnerEhemalige Kollegen und Vorgesetzte, aber auch Zulieferer, externe Dienstleister oder Geschäftskunden sind eine weitere Möglichkeit, um kreativ vorzugehen. Der große Vorteil hier: Diese wichtigen Kontaktpersonen arbeiten üblicherweise in der gleichen Branche wie Sie. Damit sind sie der perfekte Türöffner für eine erste Informationsrecherche. Überlegen Sie sich auch hier vor Telefonaten oder persönlichen Treffen, wie Sie Schwung ins Gespräch bringen können. Welche beruflichen Erfolge haben Sie zusammen erreicht? Bei welchen Gelegenheiten konnten Sie den anderen unterstützen?Läuft dann das Gespräch, verweisen Sie kurz auf Ihr berufliches Profil und betonen Ihr Interesse an einer neuen Stelle. Gehen Sie aber selektiv vor, sonst laufen Sie Gefahr, dass Ihre Wechselabsichten ungewollt zum Branchentratsch werden. "Networking" ist auch online möglich und erfolgreich. Soziale Netzwerke wie Xing, LinkedIn, Facebook und StudiVZ sind die größten und bekanntesten Plattformen. Hier kann man sich positionieren oder gezielt auf andere zugehen. Es gibt Headhunter, die Online-Netzwerke in ihre Suchstrategie einbinden. Damit Sie gefunden werden, sollten Sie sich mit den richtigen Suchbegriffen selbst beschreiben. Ihr berufliches Profil ist also auch hier unverzichtbar. Aktuelle Medienberichte über Wunscharbeitgeber sind für Kontaktsucher eine wahre Fundgrube an Chancen.
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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