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Googeln Sie Ihre Bewerber?

Vasco Boenisch
Personaler bei Adidas googeln ihre Bewerber nur auf NachfrageFoto: © PR
ADIDAS
Bewerbungsunterlagen sowie ein persönliches Gespräch oder ein Assessmentcenter liefern uns ein gutes Gesamtbild und zeigen, ob die Kandidaten für die jeweilige Stelle bei Adidas qualifiziert sind. Wer uns während des Bewerbungsprozesses Informationen über sich im Internet (etwa Link zur eigenen Homepage) zur Verfügung stellen möchte, kann dies gern tun, wir suchen aber nicht aktiv danach. Grundsätzlich gelten in der virtuellen und realen Welt sowohl für Privat- als auch Berufsleben dieselben Regeln: Was man nicht einem breiten Publikum zugänglich machen möchte, sollte man auch nicht veröffentlichen.Andreas Lämmlein, Leiter Hochschulmarketing MANWir hatten schon einmal einen Google-Fall. Der betreffende Mitarbeiter sollte als Leiter den allgemeinen Einkauf  von MAN übernehmen. Doch dann entdeckten Mitarbeiter der Abteilung dessen private Homepage. Nicht nur, dass er sich darauf ziemlich unpassend als martialischer Typ in Rambo-Verkleidung zeigte, vor allem seine Link-Sammlung war untragbar. Das waren Seiten mit sexuellen Inhalten, die ich auf meinem Arbeitsplatz erst mal freischalten lassen musste, um sie zu prüfen. Nachdem der Mann bestätigte, dass die betreffende Homepage ihm gehöre, wurde der Vertrag noch vor dem ersten Arbeitstag gekündigt.Ansonsten googeln wir aber nicht planmäßig. Bei den Jobs, die keine Führungspositionen betreffen, ist ein systematisches Googeln schon wegen der Masse an Bewerbern nicht möglich. An sich ist das ja auch eine private Angelegenheit und bei Berufen, die keine Wertevermittlung beinhalten, auch weniger relevant.Peter Attin, Leiter Personal Führungskräfte

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