Googeln Sie Ihre Bewerber?


Bewerbungsmappe, Vorstellungsgespräch und Assessment Center - Unternehmen prüfen ihre Bewerber auf Herz und Nieren. Und durchforsten anschließend StudiVZ nach privaten Details der Kandidaten. Gehen alle Personaler so vor? Das sagen Deutschlands größte Unternehmen.

BASF Leuchtschild Die BASF setzt auf Einzelinterviews Foto: © PR

BASF

Das Googeln von Bewerbern ist bei der BASF nicht Teil des Auswahlprozesses. Bei der Personalarbeit wird zwar immer mal wieder darüber nachgedacht, aber derzeit sind wir der Meinung, dass solche Recherchen nicht hilfreich sind. Bei der Einstellung von Hochschulabsolventen und Fachkräften prüft die BASF zunächst die Unterlagen eines Bewerbers. Im Anschluss daran durchläuft ein Bewerber mehrere Interviewrunden.

Das heißt, die eingeladenen Kandidaten führen zwischen vier und sechs Einzelinterviews mit Führungskräften und Personalern der BASF. Die BASF hat mit diesem Verfahren gute Erfahrungen gemacht, da das direkte Gespräch eine ideale Möglichkeit darstellt, auf den einzelnen Bewerber einzugehen – für uns zählt der persönliche Eindruck. Durch diese Interviews kann festgestellt werden, ob ein Bewerber mit seinen Fachkenntnissen und Kompetenzen zu dem Anforderungsprofil der Stelle passt.

Nobert Meyer, Leiter Rekrutierung Hochschulabsolventen

CONTINENTAL

Wir bekommen zigtausend Bewerbungen pro Jahr. Wenn ich da noch Google, Facebook oder StudiVZ durchkämmen würde, käme meine eigentliche Arbeit zum Erliegen. Was vorkommt: Ich schaue nach, wer auf meinem eigenen Xing-Profil war und treffe manche Namen dann manchmal einige Wochen später wieder auf der Liste meiner Vorstellungsgespräche. Das ist der umgekehrte Fall.

Aber die Interneteinträge der Bewerber interessieren mich nicht. Da muss keiner befürchten, einen Nachteil zu haben, wenn er gern feiert und das womöglich bei StudiVZ dokumentiert ist. Vielleicht lache ich kurz darüber und denke noch, das könnte ein froher Mensch sein, der zu Continental passt. Was soll schlimm daran sein, wenn man als 21-Jähriger ein Partyfoto von sich im Internet hat?! Das eine ist das Studentenleben, das andere das Berufsleben. Ich achte viel eher auf berufliche Referenzen. Die Branche ist ja relativ klein, und manchmal rufe ich andere Firmen an und frage nach, wie sich ein Bewerber dort gemacht hat.

Sehnaz Özden, Leiterin Recruiting & Personalmarketing Konzern

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3 Kommentare zu “Googeln Sie Ihre Bewerber? ”


von Andreas Mild am 08.02.2010 11:51 Uhr



von Thomas Wach am 04.05.2009 12:27 Uhr



von Sven am 27.04.2009 20:11 Uhr



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