Fachmessen sind auch für Jobsucher eine gute Möglichkeit, mit vielen Unternehmen in Kontakt zu kommen. Personalberater Michael Neumann gibt in seinem Gastbeitrag Tipps, wie Sie über die Messen ohne große Umwege an ihr berufliches Ziel kommen.
Wer aus Entwicklung, Produktion oder Vertrieb überlegt, seinen Arbeitgeber zu wechseln, sollte Fachmessen zur Orientierung nutzen. Doch der dafür notwendige Blick hinter die Kulissen erfordert eine gezielte Vorbereitung, um zu unaufdringlichen Terminen zu kommen. Michael Neumann, Deutschlandchef des Personalberaters Alexander Hughes, stellt acht Regeln auf, wie man hier vorgehen sollte.Beobachten Nehmen Sie zunächst die Rolle eines außen stehenden Beobachters ein und beschreiben aus seiner Sicht Ihre aktuelle Position. Sichten Sie alles, was man Ihnen als Erfolg zurechnen kann und bewerten dies nach Möglichkeit auch finanziell.Richtung finden Überlegen Sie genau, welche Arten von Wechsel sich aus dieser Position heraus ergeben könnten – vertikal in eine Aufstiegsposition, horizontal in eine artgleiche Position, in ein kleineres Unternehmen mit größerer Handlungsfreiheit, in ein größeres Unternehmen mit neuen Entwicklungsperspektiven, in ein brancheneigenes Konkurrenz- oder Komplementärunternehmen, in ein branchenfremdes Unternehmen mit oder ohne Auslandsumfeld. Definieren Sie von hier aus die für Sie in Frage kommenden Alternativen für den nächsten Karriereschritt.Vorauswahl treffen Notieren Sie Namen von Firmen, die Sie bereits in die engere Wahl gezogen haben. Recherchieren Sie über diese dort im Netz, wo über sie geschrieben wird, und sichten Sie Mitarbeiter dieser Firmen in sozialen Netzwerken, etwa Xing oder Linked-In. Achten Sie zusätzlich darauf, welche Botschaften zur Messeankündigung das Unternehmen auf seine Webseite gestellt hat. Nutzen Sie Ihre Erfahrungen, um anhand dieser Informationen eine Firmenliste von maximal zehn bis zwölf Kandidaten zu erstellen.Nachforschen Recherchieren Sie nun gezielt die auf der Messe vertretenen Produktlinien der Zielunternehmen. Gehen Sie hierzu nicht über das meist wenig auskunftsfreudige Marketing, sondern rufen im Büro des Entwicklungsleiters an. Mit etwas Glück werden Sie dort die Namen der Linienverantwortlichen genannt bekommen. Wenn Sie sich ein Gespräch mit dem Entwicklungsleiter zutrauen, nutzen Sie dafür die Bürorandzeiten, in denen die Chance groß ist, nicht im Sekretariat stecken zu bleiben.Vorbereitet sein Nutzen Sie erneut die Informationen aus sozialen Netzwerken, um mehr zu den Ihnen jetzt konkret bekannten Personen zu erfahren. Hieraus können Sie ein Raster für Inhalte von passenden Fachgesprächen entwickeln. Ansonsten gehen Sie hier mit der Absicht vor, über Themen von allgemeinem Interesse zu sprechen, also bspw. über Technologiesprünge, über generelle Konkurrenz, über die Entwicklung von Standards oder auch über den Umgang mit einer kritischen Öffentlichkeit.
Lebenslanges Lernen, veränderte Anforderungen am Arbeitsplatz, Weiterkommen, Aufsteigen, Kompetenzen erweitern, Mitreden als Quereinsteiger, Lust auf Neues – Gründe für den Blick in die bunten Werbe-Flyer von Bildungsanbietern gibt es viele.
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Aus Small Talk Kapital zu schlagen ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Im Interview verrät Stilexpertin Carolin Lüdemann, worauf es dabei ankommt.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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