Richtig bewerben

Gewünscht: Bewerber mit Macher-Qualitäten!

Christian Püttjer, Uwe Schnierda
Unternehmen suchen Mitarbeiter, die zupacken und Probleme lösen - Kandidaten mit Macher-Qualitäten also. Zu oft aber verkaufen Bewerber ihre Fähigkeiten nicht richtig. Wer das ändert, hat gute Chancen, eingeladen zu werden.
Zeigen Sie bei der Jobsuche gezielt Ihre StärkenFoto: © Kzenon - Fotolia.com
In unserer Beratungspraxis stellen wir oft fest, dass Bewerberinnen und Bewerber große Schwierigkeiten damit haben, ihre umfangreichen Kenntnisse und Erfahrungen aus Praktika, Jobs und Ehrenämtern richtig in Szene zu setzen. Hier hilft es, einmal den Blickwinkel des Personalchefs einzunehmen: Unternehmen wünschen sich nämlich Bewerber mit Macher-Qualitäten. Dass diese in Anschreiben, Lebenslauf und Jobinterview gehören, ist vielen aber nicht klar. Dabei gilt: Beim Kandidaten-Check im Bewerbungsverfahren spielen neben der fachlichen Eignung auch die Macher-Qualitäten eine bedeutende Rolle. Zu ihnen zählen Attribute wie Eigeninitiative, unternehmerisches Denken, Innovationsfreude oder Belastbarkeit - Kompetenzen, auf die Personalchefs bei der Auswahl ihrer Bewerber achten. Kandidaten, die konkrete Beispiele für eine ausgeprägte Macher-Mentalität liefern können, heben sich überaus positiv aus der Masse heraus.
Ganz wichtig ist, dass Sie im gesamten Bewerbungsverfahren die zukünftigen Aufgaben im Blick behalten. Konzentrieren Sie sich also nicht nur auf die in Stellenanzeigen geforderten Bewerbervoraussetzungen, sondern gehen Sie auch auf die künftigen Tätigkeiten ein. Lassen Sie durchblicken, dass Sie wissen, was Sie in der neuen Stelle erwarten wird und auf welche Weise das Unternehmen von Ihren Qualifikationen profitieren kann. Und so beweisen Sie sich als Macher: Recherchieren Sie, welche Aufgaben Sie in der neuen Stelle erwarten. Machen Sie sich auch mit der Unternehmensstrategie vertraut und berücksichtigen Sie aktuelle Branchentrends. Suchen Sie dann gezielt nach Übereinstimmungen mit Aufgaben, die Sie bereits in der Vergangenheit erfolgreich bewältigt haben.Ihre Macher-Qualitäten können Sie schon im Anschreiben präsentieren: "Während meines Praktikums habe ich im Einkauf mitgearbeitet. Zu meinen Aufgaben gehörten die Preisrecherche, die Lieferantenvorauswahl und die Anforderung und Bewertung von Produktmustern. Mit meinen Ergebnissen konnten die verantwortlichen Einkäufer gut informiert in die Einkaufsverhandlungen gehen." Der Lebenslauf bietet ebenfalls viele Möglichkeiten, sich als Macher mit einer zupackenden und zielorientierten Arbeitseinstellung darzustellen. Verweisen Sie bei der Beschreibung Ihrer Praktika auf erfolgreich bewältigte Aufgaben: "Unterstützung des Produktmanagements durch Handelsbefragungen, Konzeption von Promotion-Aktionen, Vorbereitung von Marketing-Events."Bewerber können auf diese Weise mit der Berufserfahrung der ersten Jahre oder Erfahrungen aus Praktika hervorragend punkten. Machen Sie sich bewusst, welche Aufgaben Sie bereits übernommen, welche beruflichen Herausforderungen Sie bewältigt und welche Resultate Ihre Arbeitsleistungen gebracht haben. Wer dann im Lebenslauf auf Erfolge wie Umsatzsteigerungen, Qualitätsverbesserungen, Prozessoptimierungen, erfolgreiche Markteinführungen oder Kostenreduzierungen verweisen kann, macht deutlich, dass er auch künftig konstruktiv an der Verwirklichung der Unternehmensziele mitarbeiten wird.

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