Bewerbung

Das Zeugnis selbst schreiben

Carola Sonnet
Was in die Aufgabenbeschreibung gehört: 
Wichtig sind ausführliche und detaillierte Angaben, mit denen man etwas anfangen kann. Allgemeinplätze wie "Unterstützung im Vertrieb" sollten vermieden werden. Besser sind konkrete Beschreibungen, etwa "Informationsgespräche mit potenziellen Kunden". Wenn der Chef das Zeugnis schreibt, die Formulierungen aber unpräzise sind, kann man im Nachhinein meistens um Verbesserungen bitten. Standardzeugnisse, die aus vorformulierten Bausteinen zusammengesetzt wurden, lesen sich gewöhnlich und sollte man ändern lassen.
Die Tätigkeitsbeschreibung ist das Zentrum des Zeugnisses, hier sollte auf außergewöhnliche Projekte hingewiesen werden, die über das vorgesehene Pensum hinaus geleistet wurden, oder eigene Ideen, die man umsetzen oder einbringen konnte. Dazu kann zum Beispiel das Einarbeiten eines neuen Kollegen oder die Organisation einer Veranstaltung gehören. Entscheidend ist die Reihenfolge der Aufgaben. Die wichtigsten werden zuerst genannt, die Standards erst später. Wer Tätigkeiten mit wenig Verantwortung zuerst beschreibt, erweckt den Eindruck, nicht verantwortungsvoll gearbeitet zu haben. Ein Liste mit Aufzählungszeichen kann das Zeugnis übersichtlicher machen.Was in die Leistungsbeurteilung gehört: 
Superlative werden üblicherweise mit besseren Noten gleichgesetzt, als normale Formulierungen. Wenn Aufgaben "stets zur vollsten Zufriedenheit" erledigt werden, ist dies das höchste Lob. Abgestuft wird folgendermaßen: "Stets zur vollen Zufriedenheit" und dann nur noch "zur vollen Zufriedenheit". Selbst wenn nur das Wort "stets" fehlt, versteht ein zukünftiger Arbeitgeber doch, dass hier ein Bewerber kein Engagement zeigen wird, das über das Mindestmaß hinausgeht. Das gilt überhaupt für alle Angaben: "immer", "stets" und "jederzeit" unterstreichen die Motivation des Mitarbeiters. Andererseits wird mit einer Einschränkung "im Großen und Ganzen" versteckte Kritik geübt.
Wenn sich jemand in "kürzester Zeit" eingearbeitet hat - und nicht eingearbeitet wurde -, ist das besser, als wenn man eine "kurze Zeit" dafür gebraucht hat. "Selbstständig" ist auch ein Signalwort für einen Kollegen, der den anderen nicht mit überflüssigen Fragen auf die Nerven geht, sondern eigene Ideen mitbringt. "Über das Normalmaß hinaus" lässt sich noch mit einem vorangestellten "weit" steigern. Auf der anderen Seite sollte man nicht schreiben, dass man "bestrebt war" oder "sich große Mühe gegeben" hat.Übertriebenes Selbstlob, das sich nicht durch entsprechende Erfolge belegen lässt, kann schnell anmaßend wirken und wird wahrscheinlich in Frage gestellt. Trotzdem sollte ein Selber-Schreiber seine Eigenschaften immer eher herausstellen und unterstreichen als sich selbst unter Wert zu verkaufen. Ein Zeugnis darf keine einzige Negativformulierung enthalten.

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Thema des Tages

Recruiting-Termine

Allgemeinbildung

 

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport