Viele Chefs verlangen, dass sich Praktikanten ihr Zeugnis selbst schreiben. Nur stellt sich die Frage:
Wie macht man das? Und was muss unbedingt drin stehen? Wir haben eine Anleitung, wie Sie die Geheimsprache der Personaler wirklich verstehen.
Der Chef ist überarbeitet, das Sekretariat auch, die Praktikanten stehen Schlange: Es kann viele Gründe geben, warum man aufgefordert wird, sich selbst ein Zeugnis zu schreiben. Nach dem Motto: "Sie wissen ja selbst am besten, was Sie gemacht haben."Das stimmt meistens, heißt aber noch lange nicht, dass man weiß, was davon hinterher ins Zeugnis gehört, wie es formuliert werden sollte, welche Formalien beachtet werden müssen und wie die Leistung zu beurteilen ist. Und das ist gerade jetzt wichtig. In der Krise sind weniger Stellen frei, die Zahl der Bewerber aber steigt, und deshalb achten die Personalabteilungen noch genauer auf Praktikumszeugnisse.Zwar sind das Anschreiben und der Lebenslauf wichtiger als die Zeugnisse ehemaliger Arbeitgeber. Möglich aber ist, dass sie den entscheidenen Ausschlag geben, ob ein Bewerber zum Gespräch eingeladen wird. Die folgenden Hinweise sollen eine Hilfestellung bieten, damit die Angaben sowohl wahr als auch wohlwollend sind.Grundsätzlich gilt, dass ein Zeugnis nicht länger als zwei Seiten sein sollte und vom Vorgesetzten mit Ort und Datum unterschrieben werden muss. Wichtig ist, dass das Datum dem Austrittstermin aus dem Unternehmen entspricht oder kurz danach ausgestellt wird. Sonst könnten die nächsten Arbeitgeber vermuten, es habe monatelangen Streit um Formulierungen gegeben. Die Überschrift lautet "Zeugnis", "Arbeitszeugnis", oder "Praktikumszeugnis". Ausgedruckt sein sollte es auf dem offiziellen Firmenbriefpapier.Was in die Einleitung gehört: In der Einleitung sollte neben dem Zeitraum der Beschäftigung und dem Vor- und Nachnamen (wenn gewünscht auch Geburtstag und -ort) des Zeugnisempfängers kurz erklärt werden, in welchen Abteilungen des Unternehmens das Praktikum absolviert wurde. Möglicherweise ist auch ein kurzes Porträt der Firma und die Beschreibung des Geschäftsfeldes sinnvoll.Aktive Aussagen sind immer besser als passive: "Frau Hummel hat vom 01.04.2009 bis zum 31.07.2009 für unser Unternehmen im Bereich Personalmanagement zahlreiche Projekte umgesetzt" hört sich besser an als "Frau Hummel war für unser Unternehmen tätig." Möglicherweise gibt es hier sogar eine konkrete Stellenbeschreibung, die bei späteren Bewerbungen hilfreich sein kann, um zu zeigen, in welchen Berufen man schon Erfahrungen gesammelt hat.
Viele Führungsetagen "sind von Dilettantismus geprägt", sagt der Motivationstrainer Rolf Schmiel im Interview. Statt ihren Mitarbeitern Visionen und Perspektiven zu vermitteln, hinterließen die Chefs oft nur Orientierungslosigkeit..
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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