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Sprachkenntnisse

Wenn der Personaler Englisch spricht

Carolin Mader / Zeit.de
Englisch im Vorstellungsgespräch? Für viele Jobsuchende ein Horror. Gerade bei internationalen Konzernen muss Ihr Englisch sitzen. Was zu beachten ist, wenn der Personaler die Sprachkenntnisse auf ihren Wahrheitsgehalt prüft.
Fließendes Englisch ist für viele Jobs VoraussetzungFoto: © Ewe Degiampietro - Fotolia.com
Wer sich bei internationalen Unternehmen um einen Job bewirbt, muss damit rechnen, dass die guten Englischkenntnisse nicht nur vorausgesetzt, sondern auch getestet werden. Fließend und verhandlungssicher – viele Personalchefs prüfen im Vorstellungsgespräch, ob die genannten Sprachkenntnisse wirklich zutreffend sind.Während Wegbeschreibungen für verirrte Touristen oder die Bestellung im Urlaub leicht von der Hand gehen, stellt das englischsprachige Bewerbungsgespräch für so manchen ein unüberwindbares Hindernis zum Traumjob dar. Besonders, wenn der Wechsel zwischen den Sprachen überraschend erfolgt, bricht bei vielen Bewerbern Panik aus.

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Schwitzige Hände, nervöse Flecken, hilfloses Stammeln. Tom Wendt, Vorstandsmitglied eines großen Unternehmens, hat viele qualifizierte Kandidaten scheitern sehen, wenn er die Kandidaten mit Bestnoten und Traumarbeitszeugnissen unvermittelt im Bewerbungsgespräch aufforderte: “Let’s speak English, now”. "Viele Bewerber legen sich die Antworten auf mögliche Fragen zwar auf Deutsch zurecht, aber nur wenige rechnen damit, dass wir sie auf Englisch oder je nach Stelle auch in anderen Fremdsprachen nach ihren Erfahrungen befragen."Ab wann ist man "verhandlungssicher"?In international tätigen Unternehmen oder Tochterunternehmen weltweiter Konzerne gehört es jedoch für Bewerber zum guten Ton, tadellose Englischkenntnisse auch spontan unter Beweis stellen zu können. Meist wissen die Jobbewerber gar nicht, ob ihre Englischkenntnisse fließend sind und wann verhandlungssicher. Viele schätzen sich zu gut ein oder tricksen.Wer sich nicht sicher ist, welches Sprachlevel er hat, kann sich an den sechs Niveaustufen orientieren, welche die Association of Language Testers in Europe (ALTE) geschaffen hat. Von Anfänger (A1) bis fast muttersprachliche Kompetenz (C2), beschreibt die Tabelle, die einen Referenzrahmen für das Sprachniveau innerhalb der Europäischen Gemeinschaft bildet, welche Kenntnisse innerhalb der einzelnen Stufen von einem Bewerber erwartet werden können. Gibt ein Kandidat in seiner Bewerbung die Kenntnisstufe C2 an, so muss er laut Referenzrahmen in der Lage sein, "mit akademisch oder kognitiv anspruchsvollem Material umzugehen und Sprache mit gutem Erfolg auf einem Leistungsniveau zu benutzen, das in mancher Hinsicht fortgeschrittener sein mag als das eines durchschnittlichen Muttersprachlers".
 

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