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Bewerbungsunterlagen

Tuning für den Lebenslauf

Teil 5: Dick aufgetragen


Foto: olly /Fotolia.com

Am häufigsten bemängeln Personaler seitenlange Lebensläufe, die nichts aussagen. „Erstaunlicherweise schaffen es gerade Führungskräfte oft nicht, die Komplexität ihrer Vita auf das Wesentliche zu reduzieren“, sagt Co-Autor Jürgen Hesse.

Zwei Seiten Lebenslauf seien optimal – viele Führungskräfte bringen es aber locker auf mehr als das Doppelte. 

Die besten Jobs von allen
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Und nicht nur das. Nicht wenige überreizen beim Formulieren und tragen zu dick auf. "Da wird dann schon mal die Lebenslauflücke wegen Arbeitslosigkeit zum 'Umbau des elterlichen Mehrfamilienhauses' umdeklariert", weiß etwa Jürgen Bühler, Geschäftsführer und Lebenslauf-Kenner bei der Personalvermittlung Alma Mater in Stuttgart.

Wahre Lügen

Das merkt natürlich jeder geübte Personalleiter sofort, dass hier etwas kaschiert werden soll." Auch wenn das 6-monatige Praktikum zur "Festanstellung" mutiert, die Reise ins europäische Nachbarland als "interkulturelle Erfahrung" beschönigt wird oder das Sichten von Bewerberunterlagen zum "Rekrutieren neuer Mitarbeiter" avanciert, sei das eben kein Kavaliersdelikt mehr, sondern schlicht eine plumpe Lüge.

Und eine unnötige dazu. Oft sei die immer noch schmucke, aber realistischere Formulierung schon erreicht, wenn man eine berufliche Station durch ein "Mitarbeit bei" entschärft.
 
 

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